Mineralwasser und besondere Quellen

In Südtirol sind 36 Mineral- und Thermalwasserquellen, sowie Quellen und Grundwasservorkommen mit besonderen chemischen Merkmalen mittels Beschluss der Landesregierung in ein eigenes Verzeichnis eingetragen. Diese Quellen wurden aus einer langen Reihe ausgesucht, die seit alters her für Bauernbäder und Heilanstalten genutzt wurden oder bereits als Mineralwasser abgefüllt und verkauft wurden.

22. Wildbad Innichen / Eisenquelle - Innichen

Wildbad Innichen / Eisenquelle - Gemeinde Innichen 1280 m.ü.d.M.

Wildbad Innichen / Eisenquelle - Fassung (Foto: Umweltagentu für Umwelt, Amt für Gewässernutzung 2016)

Die Eisenquelle wurde erst im Jahre 1820 vom Innichner Apotheker Josef Stapf in seinem Wald unterhalb des Wildbades entdeckt. Er gab der Quelle den Namen "Antonibrunnen", den sie für lange Zeit beibehielt. Einige Jahre wollte man ein eigenes Badhaus nur für diese Quelle errichten. Die Idee scheiterte an der allgemeinen wirtschaftlichen Notlage, die nach den Wirren der napoleonischen Kriege in Tirol entstanden war. Die Quelle wurde daraufhin im bestehenden Wildbad benutzt.
Das Eisenwasser wird klassifiziert als sehr mineralreiches, sulfat-, calcium-, magnesium- und eisenhaltiges Wasser. Es enthält Iod und Spuren von Aluminium, Arsen, Bor, Brom, Chrom, Kupfer, Blei und Lithium. Seine Leitfähigkeit beträgt 2160 µS/cm. Seine Temperatur beträgt 6,3 °C.

Wie kommt man zur Quelle?
Wildbad Innichen ist von der Ortschaft Innichen aus auf der Straße nach Sexten erreichbar. Nach 1,5 km folgt die Abzweigung nach rechts einer schmalen geteerten Straße. Nach einigen 100 m geht man zu Fuß etwa 15 Min. auf der Forststraße weiter und erreicht direkt das Wildbad.
Die Eisenquelle sieht man einige 100 m vor Erreichen des Wildbades im Wald unterhalb der Forststraße.

LB

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