Trinkwasser in Südtirol

Trinkwasser in Südtirol
Olang- Mühlbachlquelle 2 (Foto: Landesumweltagentur, A. Veneri, 2010)

Trinkwasser ist ein wesentliches Gut für alle Lebewesen und für viele Menschentätigkeiten. Wasser ist eine begrenzte Ressource, dürfen wir es nicht verschwenden.

Südtirol verfügt über hervorragendes Trinkwasser. Oberste Priorität der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz ist der Schutz unserer Trinkwasservorkommen. Zahlreiche Quellen und Tiefbrunnen liefern das Rohwasser an Trinkwasserversorgungsanlagen, die dieses über Trinkwasserleitungen an die Abnehmer verteilen. So wie es der Gesetzgeber vorsieht, werden Südtirols öffentliche Trinkwasserleitungen auf ihre Qualität untersucht. Die Hygienedienste der Südtiroler Sanitätseinheit entnehmen laufend Wasserproben an allen öffentlichen Trinkwasserleitungen, welche im Biologischen Labor auf mikrobiologische Parameter und im Labor für Wasseranalysen und Chromatographie auf chemische Parameter untersucht werden. Zudem müssen alle Trinkwasserversorgungsanlagen gesetzlich festgelegten Bestimmungen entsprechen. Auf diese Weise ist das Trinkwasser von seinem Ursprung bis hin zum Abnehmer regelmäßig kontrolliert.

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Brunnen in den Bergen

In Südtirol gibt es in hochgelegenen Gebieten zahlreiche Brunnen, um die sich Einheimische oder örtliche Vereine kümmern. In vielen Fällen reichen die Wasserfassung und der Bau des Brunnens Jahrzehnte zurück. Im Allgemeinen wird das Wasser, das aus den Brunnen abfließt, nicht analysiert, d.h. die mikrobiologischen und/oder die chemischen Parameter werden nicht bestimmt. Aus diesem Grund ist es unmöglich, eine allgemeine Beurteilung der Wasserqualität dieser Brunnen abzugeben. Es werden deshalb keine Analysen durchgeführt, da diese Brunnen nicht Teil des Wasserversorgungsnetzes sind, die gesetzlichen Kontrollen unterliegen. Die örtlich zuständigen Dienste für Hygiene und öffentliche Gesundheit des Südtiroler Sanitätsbetriebes haben die Aufgabe, das Trinkwasser der öffentlichen Trinkwasserleitungen, der privaten und der privaten von öffentlichem Interesse zu kontrollieren (gemäß Art. 9 des Landesgesetztes 8/2002 und wie durch den Beschluss der Landesregierung 333/2008 festgelegt).
Obwohl sich die meisten Brunnen in wenig urbanisierten Gebieten befinden, kann es vorkommen, dass es sogar in der vermeintlich "nicht kontaminierten" Natur, Verschmutzungsquellen wie z.B. Weideland gibt, die das Wasser verunreinigen können. Die Wasserqualität hängt zudem stark von der örtlichen Situation ab, in welcher sich der Brunnen befindet. Entscheidende Faktoren in diesem Zusammenhang sind das Einzugsgebiet, die Landnutzung, die Art der Wasserquelle, die Fassung, die Temperatur, die Rohrleitung und die Witterungsbedingungen der Vortage.
Es kann deshalb durchaus zu mikrobiologischen Verunreinigungen des Wassers kommen, sodass dieses nicht den gesetzlichen Vorschriften von Trinkwasser entspricht (gesetzesvertretendes Dekret 31/2001 zur Umsetzung der europäischen Richtlinie 98/83/EG über die Qualität des für den menschlichen Gebrauch bestimmten Wassers).
Aufgrund dieser Überlegungen ist es nicht möglich, die Qualität des Wassers von Tausenden von Bergbrunnen, die über das gesamte Landesgebiet verstreut sind, zu garantieren. Es liegt deshalb in der Verantwortung des Besuchers, sich mit Trinkwasser zu versorgen, möglichst entnommen aus öffentlichen Trinkwasserleitungen.

Nützliche Tipps

Zehn nützliche Tipps für eine nachhaltige Nutzung des Wassers

Aus der Kampagne "Ci Riesco" von "Pubblicità progresso" (2017)

Tipps smilesmilesmile

Umwelt aktiv – Nachhaltige Nutzung des Wassers, unserer wertvollsten Ressource
Mediaart Coop Produktion, im Auftrag der Landesagentur für Umwelt und RAI Südtirol

Media

0:00Schließ den Wasserhahn! Videospot. FrabiatoFilm (20.03.2020)
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0:00Wasser, unsere wertvollste Ressource! Radiospot. NoiStudio Srl (22.03.2019)
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0:00Weltwassertag: In Südtirol kontinuierliche Überwachung des Trinkwassers. GNews Production (21.03.2018)
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Rechtsgrundlagen: Nehmen Sie Einsicht in die Gesetzgebung

Kontakt:
Labor für Wasseranalysen und Chromatographie

Biologisches Labor

Amt für nachhaltige Gewässernutzung