Statistiken

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Fernheizanlagen in Südtirol

In Südtirol sind 77 Fernheizanlagen in Betrieb, von denen 73 als Biomasseanlagen eingestuft werden, da sie überwiegend Biomasse als Energieträger einsetzen.

Die abgegrenzten Versorgungszonen der Fernheizanlagen finden Sie in Maps.

Die Anlagenbetreiber übermitteln dem Amt für Energie und Klimaschutz jährlich die Daten der Energieerzeugung und des Verbrauchs der dafür eingesetzten Energieträger sowie technische Daten zur Anlage, wie z. B. die Länge des Netzes und die Anzahl der Fernwärmeübergabestationen.

Aus den bereitgestellten Daten ist es möglich, Gesamtinformationen über die gesamte Fernwärmeversorgung in Südtirol zu erhalten. Die folgenden Diagramme zeigen die Jahreswerte von 4 Parametern ab 2011:

  1. Anzahl der insgesamt vorhandenen Fernwärmeübergabestationen;
  2. Gesamtlänge der realisierten Fernwärmenetze;
  3. erzeugte Gesamtwärme, aufgeschlüsselt nach der verwendeten Energiequelle;
  4. Reduzierung der CO2-Emissionen, wenn man davon ausgeht, dass die gleiche Menge an Wärme und Strom aus erneuerbaren Quellen mit einer fossilen Quelle (Heizöl) erzeugt wird.



Die Quellen, die für die Erzeugung von Wärme und Strom verwendet werden, wurden in zwei Makro-Kategorien eingeteilt:

  • fossile Quellen, wie Heizöl und Methan;
  • erneuerbare Quellen, wie Biogas, Biomasse, Pflanzenöl, Solarthermie und Photovoltaik.

Einige Fernwärmewerke erzeugen neben Wärme auch Strom mittels Kraft-Wärme-Kopplung.

Um die Reduzierung der CO2-Emissionen zu berechnen, wurde die Menge des eingesparten Diesels für die Erzeugung von Wärme und Strom aus erneuerbaren Quellen geschätzt. Außerdem wurde ein durchschnittlicher Anlagenwirkungsgrad berücksichtigt.


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KlimaHaus Zertifizierungen in Südtirol

In den folgenden Grafiken finden Sie detaillierte Informationen über die Zertifizierung von energetischen Sanierungen und die Zertifizierung von Neubauten in Südtirol.

Der Begriff „Energetische Sanierung von Gebäuden“ bezieht sich auf eine Reihe von technologischen Eingriffen sowie Managementsystemen, die darauf abzielen, Gebäude energieeffizienter zu gestalten.

Sie stellt eine Priorität und gleichzeitig auch eine große Chance dar, sowohl aus Sicht der Energieeffizienzziele im Sinne des Klimaschutzes, als auch für den wirtschaftlichen Aufschwung des Bausektors.

Darüber hinaus gibt es auch viele Vorteile für den Eigentümer: geringere Heizkosten, eine Steigerung des Wohnkomforts und eine Aufwertung der Immobilie. Berücksichtigt man die Einsparungen an Energie so stellt die Investition langfristig Vorteile für den Eigentümer sowie für die Umwelt dar.

Südtirol hat eine eigene Klassifizierung für die Energieeffizienz von Gebäuden, den KlimaHaus-Standard, der auch bei der energetischen Sanierung Anwendung findet.

Der KlimaHaus-Energieausweis ist ein Dokument, das die energetischen Eigenschaften, die Nachhaltigkeit und die Qualität eines Gebäudes bescheinigt, in Übereinstimmung mit der Richtlinie des Europäischen Parlaments über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (2010/31/EU).

Die Optimierung der Energieeffizienz ist auch die wichtigste der drei Säulen der Klimaschutzstrategie "Klimaplan Energie Südtirol-2050" der Provinz Bozen und der Strategien der Europäischen Union, neben der Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Quellen und der Reduktion der Treibhausgasemissionen.

In Südtirol entfällt fast die Hälfte des Gesamtenergieverbrauchs auf Heizung und Warmwasser für den privaten Haushalt.

Das Land trägt aktiv bei die Sanierungsrate von öffentlichen und privaten Gebäuden Jahr für Jahr zu erhöhen, indem es Beiträge für Maßnahmen zur Gebäudesanierung gewährt.

Mit Dekret vom Landespräsident vom 29. September 2004, Nr. 34 wurde die Erreichung des KlimaHaus C-Standards auch für Neubauten vorgeschrieben. Seit 2010 ist das Erreichen des KlimaHaus C-Standards auch für die Gewährung von Landesbeiträgen für Energieeffizienz und Energieeinsparung bei Sanierungen verpflichtend.

Ab dem 1. Januar 2017 wurde auch der KlimaHaus A-Standard (vergleichbar mit dem nationalen NZEB-Standard) für Neubauten verpflichtend eingeführt.

Dank dieser Maßnahmen zur Förderung der Energieeffizienz von Gebäuden in Südtirol, konnte ein Anstieg der energetischen Sanierungen und der Bau von nahezu Null-Energie-Gebäuden, d.h. mit sehr geringem Energiebedarf, erzielt werden.


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Öffentliche Beleuchtung und Energieeffizienz in Südtirol

Seit 2011 hat das Land Südtirol begonnen, die Energieeffizienz und Lichtverschmutzung der öffentlichen Beleuchtungsanlagen auf Landesebene zu regeln.

Um den Energieverbrauchs und die Lichtverschmutzung einzuschränken, hat das Land im Jahr 2011 mit dem Beschluss der Landesregierung vom 30. Dezember 2011, Nr. 2057, die "Kriterien für Maßnahmen zur Einschränkung der Lichtverschmutzung und zur Energieeinsparung" genehmigt, die genaue technische Vorschriften für den Bau neuer öffentlicher Beleuchtungsanlagen sowie die schrittweise Anpassung bestehender Anlagen beinhalten. Für die Anpassung bestehender öffentlicher Beleuchtungsanlagen für Betreiber mit mehr als 50 Lichtpunkten wurde der Lichtplan verpflichtend eingeführt, welcher konkrete Maßnahmen zur Anpassung der Anlagen an die aktuellen technischen Standards vorsieht.

Seit 2017 gewährt das Land außerdem Beiträge für öffentliche Körperschaften und Unternehmen, die Leuchten durch neue, energieeffiziente Leuchten mit vollständiger Lichtabschirmung nach oben, ersetzen.

Dank dieser Maßnahmen konnte in Südtirol zwischen 2011 und 2018 eine Reduzierung des Stromverbrauchs für die öffentliche Beleuchtung von mehr als 25 % erreicht werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der entsprechenden Seite.


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Photovoltaikanlagen in Südtirol

Die Photovoltaikanlagen in Südtirol verzeichneten bis 2013 dank der staatlichen Einspeisevergütung einen rasanten Zuwachs. Aufgrund Reduzierung der Einspeisevergütungen führte dies in der Folge zu einer konsequenten Reduzierung der jährlichen Wachstumsrate.

In den letzten zwei Jahren gab es einen erneuten Aufschwung bei den Installationen, was auf den Preisrückgang der Anlagen zurückzuführen ist. Diese sind nun auch mit weniger großzügigen Anreizen als in der Vergangenheit wettbewerbsfähig.

weitere Links:

Link zur GSE - Statistikseite

Link zur GSE - Statistikseite ATLA impianti


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Kontakt: Amt für Energie und Klimaschutz