Südtiroler Seen

Beschreibung der einzelnen Seen, Angaben über ihren Zustand und die durchgeführten Restaurierungsmaßnahmen.

Toblacher See

Flacher Bergsee mit geringem Nährstoffgehalt, der jedoch stark der Verlandung ausgesetzt ist. Hohe Primärproduktion von submersen Wasserpflanzen.

Toblacher See (Foto: Landesagentur für Umwelt)
Infos über den Toblacher See
GemeindeToblach
Meereshöhe (m ü.N.N.) 1259
Oberfläche (ha) 14,3
Maximale Tiefe (m) 3,5
Volumen (m³) 286000 (geschätzt)
Einzugsgebiet (km²) 108,23
Uferlinie (km) 4,5

Urteil
Oligotroph - geringer Nährstoffgehalt, jedoch starke Tendenz zur Verlandung. Hohe Primärproduktion, die fast ausschließlich von höheren Wasserpflanzen (Makrophyten) getragen wird, hauptsächlich von Armleuchteralgen (Chara), die ausgedehnte "Unterwasserwiesen" ausbilden. Im Sommer treten als Folge der starken Makrophytenentwicklung starke Sauerstoffübersättigungen auf, im Winter wird beim Abbau des abgestorbenen Pflanzenmaterials viel Sauerstoff verbraucht, aufgrund des hohen Wasseraustauschs werden jedoch nie kritische Werte erreicht.

Schutzmaßnahmen
1978: Sondermaßnahmen zum Schutze des Sees Dekret des Landeshauptmanns 21.07.1978 Nr. 38/Ho
In den Jahren 1983, 1984 und 1987 wurde im Südteil des Sees mit Hilfe eines Spezialbootes auf einer größeren Fläche eine Sedimentschicht von ca. 0,5 m entnommen. Bei Bedarf werden die Wasserpflanzen abgemäht und aus dem See entfernt. Zwischen 2009 und 2017 wurde wieder Sediment in verschiedenen Zonen des Sees entnommen.

hr

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Kontakt: Biologisches Labor