Vorsorge gegen die Tigermückenplage

Gemeinsam gegen die Tigermücke: Vermeiden wir sämtliche Wasseransammlungen im Freien!

Die Tigermücke legt ihre Eier in unmittelbarer Nähe von stehendem Wasser ab. Die ausschlüpfenden Larven kriechen ins Wasser, wo sie sich ernähren und über verschiedene Stadien bis zur erwachsenen Mücke weiterentwickeln. In ihrem ursprünglichen Lebensraum nützt die Tigermücke für die Eiablage Wasseransammlungen in Blattachseln, Baumhöhlen oder Einbuchtungen im Fels. Im Siedlungsraum findet die Tigermücke zahlreiche mit Wasser gefüllte Behälter, und sie ist nicht wählerisch. Ein Blumenuntersetzer, ein Eimer, ein Abguss - ist Wasser vorhanden, bieten sie den idealen Lebensraum für die Larven der Tigermücke. Geringste Wassermengen können daher zu Brutstätten werden.

Egal ob es sich um einen Balkon, Innenhof, Garten, Acker, Friedhof oder Park handelt, von April bis Oktober gilt: Im Freien unbedingt stehendes Wasser vermeiden! Im Frühjahr fallen einzelne Tigermücken noch nicht auf. Wenn man jedoch bis zum Auftreten der Tigermücken-Plage im Spätsommer wartet, ist das Problem kaum mehr in den Griff zu bekommen.

Einige Ratschläge und Hinweise

  • Blumenuntersetzer eliminieren oder regelmäßig entleeren
  • Gießkannen und Eimer ausleeren und mit der Öffnung nach unten aufbewahren
  • Vogeltränken und Futternäpfe häufig entleeren
  • Aufblasbare Schwimmbecken und Plastikspielzeug nicht Garten herumliegen lassen (können sich mit Regenwasser füllen)
  • Alte Flaschen, Dosen, Gläser, Plastiksäcke ordnungsgemäß entsorgen (können sich mit Regenwasser füllen)
  • Regenwassertonnen regelmäßig (mindestens wöchentlich) ausleeren, verschließen oder mit einem feinmaschigen Netz (Mückennetz) abdecken
  • Autoreifen nicht unter freiem Himmel lagern
  • Regenrinnen und Gullys regelmäßig reinigen, damit das Regenwasser ungehindert abfließen kann
  • Nach einem Regenguss Wasseransammlungen auf Abdeckplanen entfernen
  • Am Friedhof: Wasser in Vasen und Weihwassergefäßen regelmäßig (zweimal wöchentlich) entleeren und erneuern (als Alternative kann man larvizid-haltiges Wasser verwenden)

Immer beachten: Stehendes Wasser in Behältern auf eine Wiese und nicht in den Gully ausschütten. Gelangen eventuell vorhandene, kaum sichtbare Eier oder Larven ins Abwassersystem, wird die Ausbreitung und Vermehrung der Tigermücke gefördert!

Informationsblatt der Arbeitsgruppe „Tigermücke":

Bitte die Eiablagefallen nicht entfernen!
am Boden aufgestellte Eiablagefalle (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2014)

Die Landesagentur für Umwelt stellt von Mai bis Oktober im Stadt- bzw. Siedlungsgebiet Eiablagefallen auf. Dabei handelt es sich um schwarze, beschriftete Plastikbehälter mit einem Holzstab. Bitte nicht entfernen! Sie werden zur Erfassung der Verbreitung der Tigermücke verwendet und werden regelmäßig kontrolliert.

Kleine Wasseransammlungen im Garten - einige Beispiele

Kontakt: Biologisches Labor