Stromversorgung

Stromversorgung
Umspannwerk (Foto: Andreas Bardonetti, Edyna)

Masterplan zur Modernisierung des Stromnetzes

Mit dem Masterplan, der sowohl strategische als auch konkrete Maßnahmen zur Modernisierung des gesamten Stromverteilungsnetzes in Südtirol festlegt, sollen jetzt die strukturellen Defizite im Hoch- und Mittelspannungsbereich behoben werden. Ausgearbeitet wurde der Plan unter der Koordination der Landesagentur für Umwelt gemeinsam vom Expertentisch für Energie, TIS und EDYNA (sie ist 2016 aus der Zusammenlegung der Etschwerke Netz AG und SELNET AG hervorgegangen).

3:02Masterplan zur Modernisierung des Stromnetzes. GNews Production (30.03.2017)
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Elektroleitungen

Für den Bau und Betrieb von Elektroanlagen, welche für die Verteilung und den Transport elektrischer Energie bestimmt sind muss laut V.T. 11. Dezember 1933, Nr. 1775 angesucht werden. Ausgenommen sind Elektroanlagen mit einer Betriebsspannung unter oder gleich 1 kV, vorbehaltlich der eventuell notwendigen Gutachten (L.G. 30. September 2005, Nr. 7).

Laut den geltenden Beitragskriterien sind für Stromverteiler Beiträge für die Realisierung von Elektroleitungen im ländlichen Gebiet vorgesehen.

Ermächtigung zum Bau und Betrieb von Elektroleitungen

Für den Bau und Betrieb von Elektroanlagen, welche für die Verteilung und den Transport elektrischer Energie bestimmt sind muss laut V.T. 11. Dezember 1933, Nr. 1775 angesucht werden. Ausgenommen sind Elektroanlagen mit einer Betriebsspannung unter oder gleich 1 kV, vorbehaltlich der eventuell notwendigen Gutachten (L.G. 30. September 2005, Nr. 7).

Folgende Projektunterlagen müssen beim Amt für Stromversorgung eingereicht werden:

  • 1 Ansuchen auf Stempelpapier zu € 16,00
  • 1 Annahmeakte auf Stempelpapier zu € 16,00
  • 2 technische Berichte
  • 2 Korografien 1:25000
  • 2 Planimetrien 1:2880
  • 1 Kopie von jeder Über – bzw. Unterquerung (Straßen, Bäche und dergleichen)

Wichtig:

Beim Einreichen des Ansuchens im Amt für Stromversorgung müssen alle Projektunterlagen vollständig vorgelegt werden, weiters muss die Baukonzession der Gemeinde, die Genehmigung des Forstinspektorats und des Landschaftsschutzes unbedingt mitgeliefert werden, da andernfalls  das Ansuchen nicht behandelt werden kann.
Alle Projektunterlagen, welche der Öffentlichkeit zugänglich sind (Ansuchen, technischer Bericht, Korografie, Planimetrie, usw.) müssen zweisprachig laut D. P. R. vom 15. Juli 1988, Nr. 574 ausgeführt sein.

Folgende Unterlagen müssen ebenfalls beim Amt für Stromversorgung eingereicht werden, welches dann diese Unterlagen an die für die jeweiligen Gutachten zuständigen Ämter weiterleitet
Amt für Bau- und Kunstdenkmäler, Amt für Bodendenkmäler, Amt Industrielle Innovation, Gemeinde (Veröffentlichung an der Amtstafel): 4 Kopien vom Ansuchen, 4 technische Berichte, 4 Korografien 1:25000, 4 Planimetrien 1:2880.
Kommunikationsministerium, Gebietsinspektorat - Trentino Südtirol: 1 Ansuchen (adressiert an das Kommunikationsministerium) auf Stempelpapier zu € 16,00, 1 technischer Berichte, 1 Korografie 1:25000, 1 Planimetrie 1:2880, im Fall von Querungen mit Telekommunikationsleitungen 1 Kopie für jede Über – bzw. Unterquerung.
Die unten angeführten Unterlagen sind erforderlich, falls Gründe gequert werden, welche im Besitz der Militärbehörden oder durch eine Dienstbarkeit derselben vinkuliert sind: 3 Kopien vom Ansuchen, 3 technische Berichte, 3 Korografien 1:25000, 3 Planimetrien 1:2000 (1:2880) in welchen die Querungen mit Anlagen des Heeres bzw. Dienstbarkeiten eingezeichnet sind.
Falls die Elektroleitung (Höhe der Masten bzw. der Abstand der Leiter zum Boden) oder die Elektroanlagen eine bestimmte Höhe überschreiten sind diese den Normen betreffend die Flugsicherheit unterworfen und die entsprechenden Signalisierungen müssen angebracht werden. Es muss die Mitteilung an die zuständigen Militärbehörden gemacht werden und eine Kopie derselben ist den Unterlagen für unser Amt beizulegen.
Ist die Anlage in einer Grenzzone mit einem anderen Stromnetz vorgesehen, in welchem ein anderer Verteiler die Stromversorgung hat, müssen folgende Unterlagen eingereicht werden: 1 Kopie vom Ansuchen, 1 technischer Bericht, 1 Korografie 1:25000, 1 Planimetrie 1:2880.
In einer Zone mit mehreren Verteilern sind die oben angeführten Unterlagen mit der Zahl der Verteiler zu multiplizieren.

Querungen:

Die folgenden Unterlagen für das Amt für Öffentliches Wassergut müssen beim Amt für Stromversorgung eingereicht werden (Querungen mit Gewässern bzw. Demanialgrund im Zuständigkeitsbereich der Autonomen Provinz Bozen): 1 Kopie vom Ansuchen, 1 technischer Bericht, 1 Korografie 1:25000, 1 Planimetrie 1:2880, 1 Zeichnung jeder Über – bzw. Unterquerung.

Für Querungen mit Staatsstraßen, Landesstraßen, Eisenbahnlinien usw. kann bei den entsprechenden Ämtern direkt angesucht werden. Die Unterlagen können auch beim Amt für Stromversorgung eingereicht werden, welches diese an die zuständigen Ämter weitergeschickt.

Der technische Bericht ist zweisprachig auszuführen und soll folgende Angaben beinhalten:

  • kurze technische Beschreibung der Anlagen, Angabe der gequerten Gemeinden, Nennspannung, Länge der Leitungen, Leitermaterial und Nennquerschnitt, Mastentypen, effektive Mastenhöhe, Fundamente, Länge des Normalspannfeldes, Masttransformatoren und Umspannkabinen (es ist anzugeben, ob es sich um bestehende oder neu geplante handelt) Transformatortypen und Angabe der Leistung usw.,
  • bei der Angabe der Länge der Elektroleitungen ist zwischen Frei– und Erdkabelleitungen zu unterscheiden ,Es muss angegeben werden ob die Freileitungen oder die Elektroanlagen eine bestimmte Höhe überschreiten und demzufolge den Vorschriften laut Rundschreiben der Militärbehörden betreffend die Flugsicherheit unterworfen sind,
  • alle Über bzw. Unterquerungen betreffend öffentliche Bauwerke (Telefonleitungen, Straßen, Bäche und dergleichen) sind anzugeben.

Die Unterlagen werden vom Amt für Stromversorgung an die zuständigen Ämter weitergeleitet und die Veröffentlichung an der Anschlagetafel der Gemeinde veranlasst.
Nach Erhalt der Gutachten und der Bestätigung der Veröffentlichung wird der technische Bericht verfasst, anschließend die Ermächtigung zum Bau und Betrieb der im Ansuchen angegebenen Anlagen erlassen.


Förderungen für Projekte für die Elektrifizierung ländlicher Gebiete

Die Höhe der Beiträge an die Stromversorgungsunternehmen wurde mit folgenden Prozentsätzen festgelegt:

  • 80% für Stromanschlüsse von Almen und Schutzhütten, sofern nicht eine wirtschaftlich günstigere Einspeisung von elektrischer Energie vorhanden ist;
  • 50% wenn diese von Naturkatastrophen betroffen sind;
  • 30% für neue Anschlüsse, den Austausch oder die Verstärkung von Stromversorgungsanlagen in ländlichen Siedlungsgebieten;
  • 30% für die unterirdische Verlegung von Freiluftleitungen für Mittel- und Niederspannung.

Im Falle von Beiträgen an Stromverteilerunternehmen für die Wiederherstellung von Stromanschlüssen, die von Naturkatastrophen betroffen sind, gilt die sogenannte „De minimis“- Bestimmung.

Die „De minimis“-Bestimmung gilt auch im Falle von Beiträgen für die unterirdische Verlegung von Freiluftleitungen mit Mittel- und Niederspannung, aber nur für die Ausgaben, die nicht Aushubarbeiten, Bau von Kabinen und andere Bauarbeiten betreffen.

Die „De minimis“-Bestimmung gilt nicht für die Beiträge für den Austausch oder die Verstärkung von bestehenden Freiluftleitungen in ländlichen Siedlungsgebieten, die auf Grund von neuen Anschlüssen technisch notwendig geworden sind.

Die Beitragsgesuche müssen innerhalb 30. September eingereicht werden und haben ab 1. Jänner des darauf folgenden Jahres Gültigkeit.

  • L.G. 30. August 1972, Nr. 18 (Externer Link)
    "Regelung der Pflichten der Wasserkraftkonzessionäre und der Verwendung der Energie für die örtliche Stromversorgung".
  • L.G. vom 7. Juli 2010, Nr. 9 (Externer Link)
    "Bestimmungen im Bereich der Energieeinsparung und der erneuerbaren Energiequellen".
    Beschluss der Landesregierung Nr. 1758 vom 26.11.2012 "Abänderung zum Beschluss der Landesregierung Nr. 1803 vom 08.11.2010 - Genehmigung der neuen Kriterien für die Gewährung von Beiträgen an Stromverteilerunternehmen".

Stromverteilerplan

Der Verteilerplan ist mit Beschluss der Landesregierung vom 30. Juli 2007, Nr. 2626 genehmigt und im Beiblatt Nr. 1 zum Amtsblatt vom 2. Oktober 2007, Nr. 40/I-II veröffentlicht worden.

Rechtsgrundlagen: Nehmen Sie Einsicht in die Gesetzgebung

Kontakt: Amt für Stromversorgung