FAQ - Häufige Fragen

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Fragen und Antworten

[FAQ-Pollen]
Welche Pollen sind Auslöser einer Pollenallergie?
Die höheren Pflanzen produzieren Pollen für ihre Fortpflanzung. Im Innern der Pollenkörner befindet sich das männliche Erbgut, das bei der sexuellen Fortpflanzung auf die Eizelle übertragen wird. Ausgereifte Pollenkörner werden meist durch den Wind oder durch Insekten verbreitet.
 Schuld an der Pollenallergie sind die unscheinbaren Blüten von Windbestäubern. Insbesondere im Frühjahr geben windblütige Sträucher und Bäume beträchtliche Mengen von Blütenstaub an die Luft ab, um ihre Fortpflanzung zu garantieren. Die trockenen Pollenkörner können über große Distanzen transportiert werden, besonders an warmen, sonnigen und windigen Tagen.
Insektenblütige Pflanzen weisen hingegen meist auffällige, farbenprächtige oder duftende Blüten auf. Die Pollenkörner sind weniger aerodynamisch und werden in weitaus geringeren Mengen produziert, denn ihre reich strukturierte, oft klebrige Pollenwand begünstigt das gezielte Anhaften am Körper der Bestäuberorganismen. Insektenblütige Pflanzen verursachen nur sehr selten Pollenallergien.
[FAQ-Pollen]
Wie häufig treten Pollenallergien auf und welche Rolle spielt dabei die Umwelt?

Man schätzt, dass etwa 10 bis 15% der Bevölkerung Europas von der Pollenallergie betroffen sind, und dabei macht Südtirol keine Ausnahme. Vorwiegend in den reichen Industrieländern wurde in den letzten Jahrzehnten eine Zunahme der Erkrankung beobachtet. Es gibt wohl mehrere Gründe für diese Zunahme:

  • Zahlreiche Studien belegen einen Zusammenhang zwischen Luftverschmuzung und Atemwegserkrankungen, Asthma miteingeschlossen. Feinstaub und Reizgase können die Entwicklung einer Allergie begünstigen. Sie wirken einerseits auf das Immunsystem des Menschen, andererseits beeinträchtigen sie durch ihre Schleimhaut schädigende Wirkung direkt die Atemwege.
  • In stark schadstoffbelasteten Gebieten sind die Pollen ebenfalls den Schadstoffen ausgesetzt, sie lagern diese an, nehmen sie auf und möglicherweise verändert sich dadurch ihr allergener Charakter.
  • Eine mögliche Ursache liegt in den veränderten Lebensbedingungen und Lebensgewohnheiten der Bevölkerung. Man hält sich immer mehr in Innenräumen auf. Aus Gründen der Energieersparnis werden Wohnungen und Häuser isoliert und abgedichtet, dies begünstigt den Anstieg der Schadstoffe und Allergene in Innenräumen.
  • Auch eine übertriebene Hygiene fördert das Auftreten von Allergien, inbesonders bei Säuglingen und Kleinkindern.
[FAQ-Pollen]
Wie werden die Pollenkonzentrationen in der Luft gemessen?
Die Beprobung erfolgt mittels eines speziellen Sammelgerätes, der so genannten Pollenfalle, die in etwa 15 bis 20 m Höhe auf einem Gebäudedach aufgestellt wird. Mittels einer Vakuumpumpe saugt das Gerät über einen engen, seitlichen Schlitz ein Luftvolumen von 10 Litern pro Minute an. Dieses Volumen entspricht annähernd dem menschlichen Atemvolumen. Der Luftstrom prallt im Innern auf einen klebrigen Kunststoffstreifen, auf dem die eingefangenen Pollen und Pilzsporen haften bleiben. Der Probenstreifen ist auf einer sich langsam drehenden Trommel montiert und erlaubt eine kontinuierliche Beprobung bis zu sieben Tagen. Nach einer Woche wird die Fangtrommel samt Probenstreifen ausgetauscht. Der Probenstreifen wird im Labor in Tagesabschnitte unterteilt; anschließend erfolgt die Herstellung der Tagespräparate und deren Auswertung am Lichtmikroskop.
[FAQ-Pollen]
Seit wann gibt es den Südtiroler Polleninformationsdienst und wo werden Proben entnommen?
Das Botanische Institut der Universität Innsbruck führte ab 1989 erste Untersuchungen des Pollenfluges in Südtirol durch. Erst 1994 hat das Biologische Labor der Umweltagentur seine erste Pollenfalle auf dem Dach des Bozner Krankenhauses in Betrieb genommen. Ab 1995 übernahm das Biologische Labor in Leifers offiziell den Polleninformationsdienst für Südtirol. Seither werden in Zusammenarbeit mit den Sanitätsbetrieben drei Pollenfallen betreut und ausgewertet. Sie befinden sich in Bozen auf dem Dach der Umweltagentur sowie in Schlanders und Bruneck auf den Dächern der jeweiligen Krankenhäuser.
[FAQ-Pollen]
Es gibt bereits Pollenflugkalender von Südtirol. Warum braucht es zusätzlich die wöchentlichen Pollenflugberichte?
Die auf den Webseiten des Polleninformationsdienstes abrufbaren Pollenflugkalender liefern einen Überblick der Zusammensetzung der lokalen Pollenflora und der generellen Konzentrationsschwankungen in der Luft. Sie dienen jedoch lediglich zur Orientierung, denn Blühbeginn und freigesetzte Pollenmenge schwanken von Jahr zu Jahr. Pollenallergiker und behandelnde Ärzte sind an aktuellen Informationen und Prognosen interessiert. Es gilt Allergie auslösende Pollen möglichst zu vermeiden und Medikamente gezielt einzusetzen. Für den Polleninformationsdienst bedarf es daher einer kontinuierlichen Überwachung des Pollenfluges und einer raschen, gezielten Verbreitung der Pollenflugberichte.
[FAQ-Heizkostenverteilung]
Wurde der Termin, innerhalb welchem die verbrauchsabhängige Heizkostenabrechnung zur Anwendung kommen muss, verlängert?
Die Frist für den verpflichtenden Einbau von Systemen zur verbrauchsabhängigen Erfassung des Energiebedarfs wurde bis zum 31. Dezember 2016 verlängert.
[FAQ-Heizkostenverteilung]
Gibt es Strafen, wenn die Arbeiten nicht gemacht werden?
Die EU-Richtlinie 2009/28/EG sieht Strafen vor, welche demnach auch zur Anwendung kommen müssen.
[FAQ-Heizkostenverteilung]
Muss ein Wärmemengenzähler für die Warmwasserproduktion installiert werden?
Wird Wärme für Heizung- und Warmwasser von einem und demselben Wärmeerzeuger (Heizkessel) bereit gestellt, so muss, sofern technisch möglich, mindestens warmwasserseitig (vor dem Warmwasserspeicher oder Boiler) ein Wärmemengenzähler installiert werden.
[FAQ-Heizkostenverteilung]
Muss zusätzlich zum vorgeschriebenen Wärmemengenzähler für die Warmwasserbereitung auch auf der Heizungsleitung ein Wärmemengenzähler installiert werden?
Der Einbau eines Wärmemengenzählers ist heizungsseitig nicht vorgeschrieben, sollte aber aus Gründen der Vollständigkeit eingebaut werden, um die Aufteilung der Heizungs- und Warmwasserspesen genauer vornehmen zu können. Zudem kann die Effizienz des Wärmeerzeugers (Heizkessel) laufend überprüft werden.
[FAQ-Heizkostenverteilung]
Müssen im Zusammenhang mit der verbrauchsabhängigen Heizkostenabrechnung auch Warmwasserzähler installiert werden?
Wenn technisch möglich, müssen auch Warmwasserzähler installiert werden.