Pollenflugerhebung

Pollenflugerhebung
Südtirolkarte mit Erhebungsstationen sowie Pollenfalle auf dem Dach der Landesagentur (Foto: Landesagentur für Umwelt).

Die Pollenflugerhebung in Südtirol

Das Biologische Labor der Landesagentur für Umwelt führt seit 1994 ganzjährige Untersuchungen des Pollenfluges in Bozen durch. In Bruneck und Schlanders ist die Pollenflugerhebung (seit 1995) auf den Zeitraum von Jänner bis Oktober beschränkt. Der Pollenflug wurde außerdem für einige Jahre in Meran (1999-2000), Grub (2000-2001), Prettau (2002-2005) und Sulden (2007-2009) untersucht.

Neben der Erfassung der Blühperioden der verschiedenen allergologisch bedeutsamen Pflanzen liegt die Aufgabe der Pollenflugerhebung in erster Linie in der Bestimmung der verschiedenen Pollenarten sowie deren Konzentrationen in der Luft. Die Informationen über den Pollenflug sind für den behandelnden Arzt im Rahmen der Diagnose und Therapie von Interesse. Pollenallergiker können den Polleninformationsdienst nützen, um Aktivitäten im Freien während der für sie kritischen Blütezeit möglichst einzuschränken. Der Polleninformationsdienst ist im Zeitraum von Jänner bis September aktiv. Er beinhaltet jeweils die Pollenkonzentrationen der vorhergehenden Woche (aufgrund der Beprobungsmethodik), beschreibt die Pollenflugsituation sowie deren voraussichtliche Entwicklung in den nächsten Tagen.

Vorbereitung der Präparate für die mikroskopische Untersuchung (Foto: Landesagentur für Umwelt)
Vorbereitung der Präparate für die mikroskopische Untersuchung (Foto: Landesagentur für Umwelt)

Die Methode der Pollenflugerhebung

Zur Untersuchung des Pollenfluges verwendet man die sogenannte Pollenfalle, die meist auf einer hochgelegenen Terasse oder einem gut zugänglichen Dach installiert wird (Bozen: Dach der Landeagentur für Umwelt, Amba-Alagi-Straße; Schlanders: Dach des Schlanderser Krankenhauses; Bruneck: Dach des Brunecker Krankenhauses). Die Pollenfalle saugt mittels einer Vakuumpumpe über einen engen Schlitz ein festgelegtes Luftvolumen (10 l/min) an. Im Innern der Pollenfalle prallt der Luftstrom auf einen klebrigen Kunststoffstreifen, an dem die eingefangenen Partikel haften bleiben. Dieser Probenstreifen ist auf einer sich drehenden Trommel montiert und erlaubt eine kontinuierliche Beprobung bis zu sieben Tagen. Nach einer Woche Beprobung wird die Fangtrommel ausgetauscht. Im Labor wird der Probenstreifen von der Fangtrommel abgelöst, in Tagesstreifen geschnitten und auf Objektträgern in fuchsinhaltiger Gelatine (zur Färbung der Pollen) eingebettet. Die Bestimmung und Auszählung der mikroskopischen Präparate erfolgt am Lichtmikroskop.

Kontakt: Biologisches Labor