Bewertung der Luftqualität

Eine Bewertung der Luftqualität wird jährlich von der Landesagentur für Umwelt nach den Kriterien der staatlichen Bestimmungen durchgeführt (gesetzesvertretende Dekret 155/2010). Die Bewertung beinhaltet den jährlichen Vergleich der Messdaten mit den gesetzlichen Grenz- und Zielwerten und bietet einen zuverlässigen Gesamtüberblick über die Luftqualität des Landes. Folglich werden durch den Jahresbericht der Luftqualitätswerte eventuelle kritische Situationen für die menschliche Gesundheit und der Umwelt aufgezeigt. Die Ergebnisse dienen auch bei der Erstellung der Pläne und Programme zum gesetzlich vorgegebenen Schutz der Luftqualität.

Die Messung der Luftqualität erfolgt in erster Linie anhand des fixen Luftmessnetzes, welches vom Umweltministerium genehmigt wurde. Es liefert Konzentrationswerte für jede Stunde des Jahres. Unter Aktuelle Luftmessdaten werden sowohl die Stunden- als auch die Tagesmittelwerte in Echtzeit veröffentlicht. Der wichtigste in Echtzeit verfügbare Wert ist dabei die Ozonkonzentration, da eine Überschreitung der Warn- oder Alarmschwelle auch kurzfristig eine Auswirkung auf die Gesundheit haben kann.

Neben den Luftqualitätsmessungen der fixen Messstationen werden Messkampagnen mit mobilen Messstationen durchgeführt. Die Messdauer beträgt im Normalfall ein Jahr. Ziel der Messkampagnen ist es, die Luftsituation in Zonen zu bestimmen, welche vom fixen Luftmessnetz nicht ausreichend abgedeckt werden.

Bei besonderen Situationen können die Gemeindeverwaltungen oder andere öffentlichen Einrichtungen bei der Umweltagentur anfragen, dass eine Immissionsstudie anhand von Schadstoffausbreitungsmodellen durchgeführt wird.

2:33Licht und Schattenseiten der Luftqualität in Südtirol. GNews Production (07.03.2017)
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Kontakt:
Amt für Luft und Lärm
Labor für physikalische Chemie