Regenwasser

Die intensive Nutzung und Bebauung der Landschaft durch die Errichtung von Verkehrsflächen, von Siedlungen und von Industrie- und Gewerbeanlagen geht mit einer stetig zunehmenden Bodenversiegelung einher. Das führt in der Folge zu einer negativen Beeinflussung des natürlichen Wasserhaushaltes. Das Gleichgewicht zwischen Niederschlag, Verdunstung, Grundwasserbildung und Oberflächenabfluss wird gestört. Von den versiegelten Flächen fließt der Niederschlag großteils als Oberflächenabfluss durch die Kanalisation ab, Verdunstung und Grundwasserneubildung werden hingegen stark unterbunden. Somit kann es unter anderem verstärkt zu Hochwasserabflüssen kommen. Der sich abzeichnende Klimawandel wird aller Voraussicht nach die Probleme mit Hochwasser und Trockenperioden noch verstärken.

Daher ist es besonders wichtig, den natürlichen Wasserkreislauf in besiedelten Gebieten zu fördern. Dazu braucht es ein Umdenken im Umgang mit Regenwasser. Bei der naturnahen Regenwasserbewirtschaftung wird der Schwerpunkt von der konventionellen Kanalisation der Regenabflüsse hin zur Entsiegelung, Regenwassernutzung und Regenwasserversickerung verlagert.

Im Oktober 2008 hat das Amt für Gewässerschutz die Broschüre Leitfaden zum naturnahen Umgang mit Regenwasser herausgegeben.