Pollen und Allergie

Pollen und Allergie
Lichtmikroskopische Aufnahmen gefärbter Pollen von Erle, Gräsern und Beifuß (Foto: Landesagentur für Umwelt)

Was sind Pollen?

Die Pollen oder Pollenkörner werden in den Staubblättern der Blüten von höheren Pflanzen gebildet. Sie dienen der sexuellen Fortpflanzung und zwar der Übertragung des männlichen Erbgutes (DNS) auf das Fruchtblatt, das an seiner Basis (Fruchtknoten) die weiblichen Samenanlagen umschließt.

Die Pollen sind sehr klein, nahezu mit freiem Auge unsichtbar. Ihre Größe beträgt zwischen 10 bis 200 µm (1 Mikrometer = 1 Tausendstel Millimeter). Die äußere Pollenwand (Exine) enthält das überaus widerstandsfähige Sporopollenin (Pollen bleiben über sehr lange Zeiträume erhalten), die innere Pollenwand (Intine) ist aus Zellulose und Pektinen aufgebaut.
Die Übertragung des reifen Pollens erfolgt durch den Wind (Windblütigkeit) oder durch Insekten (Insektenblütigkeit).

Die Pollenallergie

Die Pollenallergie, auch als Pollinose und im Volksmund als Heufieber oder Heuschnupfen bezeichnet, verursacht verschiedene Beschwerden durch Beeinträchtigung der oberen und unteren Atemwege (Niesattaken, verstopfte Fließnase, Hustenreiz, Atemnot, Pfeiftöne beim Atmen, in gravierenden Fällen auch Asthma) sowie durch Reizung der Bindehäute (Juckreiz und Brennen der Augen, Augentränen, Lichtempfindlichkeit). Nicht alle Pollenarten können eine Allergie auslösen. Die Abwehrreaktion hängt von der Pflanzenart, der Pollenkonzentration in der Luft, von der Art des Kontaktes sowie vom Gesundheitszustand der jeweiligen Person ab. Für die Pollenallergie sind vor allem die windblütigen Pflanzen von Interesse. Sie setzen große Mengen an Pollen frei, die je nach Wetterlage durch Verschiebung der Luftmassen sehr weit transportiert werden können. Die Pollenkonzentrationen in der Luft werden von verschiedenen Faktoren bestimmt und zwar vom Pflanzenspektrum im Untersuchungsgebiet, von der Jahreszeit und von den meteorologischen und klimatischen Bedingungen. Der Wind begünstigt die Ausbreitung der Pollen, hohe Luftfeuchtigkeit und Regen hingegen verringern den Transport.

Kontakt: Biologisches Labor