Technische Beschneiung

Technische Beschneiung
Schneekanone (Foto: Landesagentur für Umwelt, Amt für Gewässernutzung, 2010)

Die ersten Beschneiungsanlagen wurden Anfang der Achtzigerjahre in Enneberg und Grödental errichtet.
Die schneearmen Winter 1987/88 und 1988/90 hatten dann zur Folge, dass die Anzahl der Beschneiungsanlagen stark zugenommen hat und heute fast alle Skigebiete mit einer solchen Anlage ausgerüstet sind, so dass bereits ca. 70 – 80% der Gesamtfläche der Skipisten (4000 ha), also ungefähr 3000 ha, beschneit werden können.

Was ist die technische Beschneiung?

Bei der Beschneiung wird Wasser mittels Druckluft fein zerstäubt und in Form von Tröpfchen aus der Schneekanone herausgeschleudert. Auf dem Weg zum Boden gefrieren die Wassertröpfchen noch vor dem Auftreffen auf dem Boden zu Schneekristallen.

Nicht jedes Wasser kann zur technischen Beschneiung verwendet werden. Der Beschluss der Landesregierung Nr. 2691 vom 25.07.2005 sieht Richtlinien für Wassernutzungen zur Erzeugung von technischem Schnee vor, die im Wesentlichen Folgendes beinhalten:

L’acqua per l'innevamento programmato viene analizzata dai laboratori dell’Agenzia provinciale per l’ambiente e sottoposta a giudizio di idoneità.

  • Das Wasser zur Erzeugung von Kunstschnee wird von den Labors der Landesagentur für Umweltschutz einer Prüfung über dessen Eignung unterzogen.
  • Dem Wasser dürfen keine Zusatzmittel jeglicher Art beigesetzt werden.
  • Der Betreiber überwacht durch interne Qualitätskontrollen selbst die Einhaltung der vorgeschriebenen Qualitätsparameter.
  • Um eine rationelle Nutzung des verfügbaren Wassers zu gewährleisten, sind Speicher zu errichten.

Systeme der Beschneiung:

Die Druckluft wird in einer zentralen Kompressorstation erzeugt und über Rohrleitungen parallel zu der Wasserleitung zur Schneekanone befördert.
Vorteil dieser Beschneiungsart ist die bessere Automatisierbarkeit der Anlage.

Der Propeller saugt die Luft, welche die Kanone zur Versprühung braucht, aus der Umgebung an. Es sind also keine Druckluftleitungen notwendig.
Vorteile dieses Systems sind die mobile Einsetzbarkeit sowie die geringere Schallemission.

Es handelt sich um eine neuere Art der Beschneiung und ist prinzipiell dem System der Druckluftanlagen zuzuordnen. Die Lanze besteht aus einem ca. 10m langen Rohr mit kleinem Durchmesser.
Vorteile der Schnee-Lanze sind der niedrige Energieverbrauch, die sehr geringe Schallemission und die Einsetzbarkeit in der Nähe von Gebäuden (z.B. Hotels).


Wieviel Wasser wird zur Erstellung von Schnee gebraucht?

Aus einem Kubikmeter Wasser lassen sich durchschnittlich 2,5 m3 Schnee herstellen. Bei einer Beschneiung von 30 cm (=Vorbeschneiung) werden dementsprechend rund 1000-1200 m3 Wasser pro ha benötigt.

Im Jahr 2015 wurden ca. 7 Mio Kubikmeter Wasser für die technische Beschneiung verbraucht.

Beschluss der Landesregierung Nr. 2691 vom 25.07.2005: sieht Richtlinien für Wassernutzungen zur Erzeugung von technischem Schnee vor.

Formulare

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Kontakt: Amt für Gewässernutzung