Mineralwasser und besondere Quellen

In Südtirol sind 36 Mineral- und Thermalwasserquellen, sowie Quellen und Grundwasservorkommen mit besonderen chemischen Merkmahlen mittels Beschluss der Landesregierung in ein eigenes Verzeichnis eingetragen. Diese Quellen wurden aus einer langen Reihe ausgesucht, die seit alters her für Bauernbäder und Heilanstalten genutzt wurden oder bereits als Mineralwasser abgefüllt und verkauft wurden.

15. Bad Ratzes / Eisenquelle - Kastelruth

Bad Ratzes / Eisenquelle - Gemeinde Kastelruth 1400 m ü.d.M.

Bad Ratzes - Quelle (Foto: Landesagentur für Umwelt, Amt für Gewässernutzung, 2003)

Die Gäste von Bad Ratzes konnten mehrere Arten von Bädern ausprobieren. In jeder Badekabine gab es vier Wasserhähne: einen für kaltes Schwefelwasser, einen für warmes, einen für kaltes Eisenwasser und einen für warmes. So konnte je nach Art der Beschwerden und Belieben der Badenden Temperatur und Zusammensetzung des Badewassers variiert werden. Eine weitere Besonderheit waren die Fichtennadelbäder, die noch bis 1962 bereitet wurden.
Das Wasser der Eisenquelle wird klassifiziert als sulfat-, eisen- und leicht mineralhaltiges Wasser. Es enthält Spuren von Bor, Chrom, Kupfer, Blei, Zink, Nickel, Kobalt, Lanthan und Uran. Es hat eine Temperatur von 6,5 °C und eine Leitfähigkeit von 775 µS/cm. Die Quelle existiert heute nicht mehr.

Wie kommt man zur Quelle?
Auf der Landesstraße zwischen Seis und Kastelruth biegt man in Richtung St. Valentin ab. Nach etwa 2 km zweigt eine schmale Straße nach rechts unten ab, auf der man bis zum Hotel Bad Ratzes gelangt. Von dort wandert man auf dem Weg Nr.1 weiter, der zur Schlernbödelehütte führt. Auf 1400 m ü.d.M. verlässt man den Weg und steigt in das Bachbett hinab, wo man bereits die roten Ausfällungen der Quelle entlang des Baches sieht.

LB

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Kontakt: Amt für Gewässernutzung