Mineralwasser und besondere Quellen

In Südtirol sind 36 Mineral- und Thermalwasserquellen, sowie Quellen und Grundwasservorkommen mit besonderen chemischen Merkmahlen mittels Beschluss der Landesregierung in ein eigenes Verzeichnis eingetragen. Diese Quellen wurden aus einer langen Reihe ausgesucht, die seit alters her für Bauernbäder und Heilanstalten genutzt wurden oder bereits als Mineralwasser abgefüllt und verkauft wurden.

16. Bad Salomonsbrunn - Rasen Antholz

Bad Salomonsbrunn - Gemeinde Rasen Antholz 1092 m ü.d.M.

Bad Salomonsbrunn - Quelle (Foto: Landesagentur für Umwelt, Amt für Gewässernutzung, 2003)

Im Jahre 1559 zum ersten Mal erwähnt, entwickelte sich Bad Salomonsbrunn zu einem der meistbesuchten Badln im Antholzertal. Ursprünglich heißt die Quelle Salmannsbrunn, nach dem noch heute gebräuchlichen Flurnamen Salmann (mittelhochdeutsch "Salmann" ist ein Mittels- oder Gewährsmann bei einer "Sal" d.h. einer rechtmäßigen Übergabe eines Gutes). Das ehemalige Badhaus stand nahe am Berghang und wurde durch Steinschlag 1820 stark beschädigt. Es wurde an einer sichereren Stelle etwas weiter vom Hang entfernt neu errichtet und später zu einem modernen Badgasthaus ausgebaut.
Das Wasser der Quelle wird als leicht mineralhaltiges, radioaktives Wasser klassifiziert. Darüber hinaus enthält es Spuren von Iod, Bor, Barium, Arsen und Lithium (Leitfähigkeit: 108 µS/cm). Die Temperatur ist nahezu konstant mit etwa 8 °C

Wie kommt man zur Quelle?
Nach etwa 9 km von der Abzweigung der Pustertaler Staatsstraße in das Antholzer Tal Richtung Norden erreicht man noch vor der Ortschaft Antholz-Niedertal das Badgasthaus Salomonsbrunn, hinter dem die Quelle liegt.

 

LB

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Kontakt: Amt für Gewässernutzung