Legionellen

Legionellen - Informationen
Auf GVPC-Selektivnährboden gewachsene Kolonien von Legionella spp. (weiße Kolonien) - (Foto: Landesagentur für Umwelt, 2015)

Das Biologische Labor überprüft Wasserproben aus öffentlichen und privaten Wasserleitungen auf das Vorkommen von Legionellen.
Legionellen sind in der Natur verbreitet. Gelangen sie jedoch aus Flüssen, Seen, Thermalquellen, natürlichen Wasserspeichern usw. in das Wasserleitungsnetz (öffentliches Leitungssystem, Leitungen in Gebäuden, Klimaanlagen, Schwimmbäder, Brunnen und Kühltürme von Industrieanlagen) und breiten sie sich dort aus, werden sie zu einem Problem für die Gesundheit. In Wasserleitungen treten Legionellen sowohl frei als auch in Biofilmen auf. Biofilme bestehen aus organischer Substanz, die die Mikroorganismen (Bakterien, Algen, Protozoen, Viren usw.) vor Bioziden (bakterienabtötende oder -hemmende Mittel) schützt.

 

Legionellen verursachen beim Menschen unterschiedliche Krankheitsbilder, von grippeartigen Beschwerden bis zu schweren Lungenentzündungen. Infektionen der Atemwege werden durch das Einatmen von erregerhaltigen Tröpfchen (Wasserdampf, zerstäubtes und vernebeltes Wasser) verursacht. Dusch- oder Wasserhähne, Luftbefeuchter, Kühltürme und Klimaanlagen, Whirlpools und Brunnen gelten deshalb als mögliche Ansteckungsquellen.
Die sogenannte "Legionellose”, eine schwere Form der Lungenentzündung, gefährdet vor allem Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem. Die für Erkrankungen des Menschen bedeutsamste Bakterienart ist Legionella pneumophila.

Weitere Informationen über Legionellen finden Sie auf www.legionellaonline.it (Externer Link)

Für die Legionellenuntersuchung muss man einen Liter Wasser in einem sterilen Behälter abfüllen. Bei normaler Wassernutzung wird die Probe am Wasserhahn abgefüllt, ohne das Wasser vorher laufen zu lassen. Will man hingegen das Leitungssystem auf das Vorkommen von Legionellen kontrollieren, lässt man das Wasser vor der Probenentnahme mindestens fünf Minuten laufen. Die Wasserprobe muss bei Raumtemperatur und vor Licht geschützt gelagert und transportiert werden. Um den Untersuchungsbeginn innerhalb von 24 Stunden nach der Probenentnahme zu gewährleisten, muss die Wasserprobe so schnell wie möglich im Biologischen Labor abgegeben werden.
Bei den Untersuchungsmethoden handelt es sich um genormte Kulturverfahren, die größtenteils vom italienischen Akkreditierungsinstitut ACCREDIA (Ente Italiano di Accreditamento) anerkannt sind und der europäischen Norm UNI CEI EN ISO/IEC 17025 entsprechen, sowie um molekularbiologische Methoden.

Auflistung der von ACCREDIA akkreditierten Untersuchungen.


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Kontakt: Biologisches Labor