Lärm durch Straßenverkehr und Eisenbahn

Lärm durch Straßenverkehr

Lärm durch Straßenverkehr
Straßenverkehr (Foto: Landesagentur für Umwelt)

Lärm durch Straßenverkehr wirkt störend auf den Menschen.
Die geltenden Bestimmungen sehen zwar vor, dass die Lärmemissionen der Fahrzeuge bereits bei der Zulassung geregelt werden, doch aufgrund der starken Verkehrszunahme wurde dieser positive Effekt wieder aufgehoben. Der Straßenverkehr hat in den letzten Jahren stark zugenommen und somit auch der Lärm: Lärmbelastung durch Straßenverkehr ist ein sehr aktuelles Thema!

Die Autonome Provinz Bozen, das zuständige Amt für die Verwaltung der Staats- und Landesstraßen in Südtirol, hat das Lärmkataster und den Aktionsplan für Straßen, die ein Verkehrsaufkommen von über 3.000.000 Fahrzeugen/Jahr aufweisen, ausgearbeitet.

Das Lärmkataster

Das Lärmkataster ist eine grafische Darstellung der Lärmpegel und ist die Entscheidungsgrundlage für die Planung von Maßnahmen zur Lärmbekämpfung. Das Lärmkataster liefert nicht nur dem Bürger eine klare und schnelle Auskunft, sondern stellt auch eine wertvolle Grundlage für Planer, Urbanistiker und Gemeinden dar, um die zukünftige Entwicklung der Wohngebiete zu planen.

Der Aktionsplan

Der Aktionsplan beinhaltet die Kriterien für die Erstellung der Maßnahmenpakete zur Lärmbekämpfung und die technischen Maßnahmen.

Berechnung des theoretischen Straßenlärms

Das Amt für Luft und Lärm ist eine der ersten Einrichtungen, die für die Bürger ein Informationssystem über die Lärmbelastung ausgearbeitet hat.
Jeder Bürger hat die Möglichkeit, eine vorläufige Lärmberechnung des eigenen Gebäudes vorzunehmen. Durch die Eingaben einiger Standards, welche die Eigenschaften der Straße betreffen (Straßentyp, Straßenoberfläche oder Verkehrsaufkommen), die zulässige Geschwindigkeit und der Abstand zum Empfänger, kann der theoretische Straßenlärm berechnet werden. Die damit erzielten Ergebnisse sind somit nur als Richtwerte anzusehen, da die Berechnung keine Abschirmung durch topographische oder bauliche Gegebenheiten berücksichtigt. Auch Mehrfachreflexionen, die zwischen parallelen, reflektierenden Stützmauern bzw. Gebäuden auftreten, werden nicht eingerechnet..

Gesetzliche Bestimmungen bezüglich Straßenverkehrslärm

Zuglärm

Zuglärm
Zuggleise mit Lärmschutzwand (Foto: Landesagentur für Umwelt)

Der Zuglärm hat durch den kontinuierlichen Anstieg des Verkehrsaufkommens stetig zugenommen und gehört mittlerweile zu den größten Umweltproblemen in den dicht besiedelten Gebieten. Lärmmessungen entlang der Strecke Salurn - Brenner ergeben vor allem in den Nachtstunden deutliche Grenzwertüberschreitungen. Der Grund liegt darin, dass vor allem in der Nacht viele Güterzüge fahren, die deutlich mehr Lärm produzieren als Passagierzüge. Weiters hängt der Zuglärm auch von der gefahrenen Geschwindigkeit, dem Unterbau und der Schiene ab.

Mit dem Dekret des Präsidenten der Republik 18.11.1998, Nr. 459 (Externer Link) wurden 1998 in Italien die Grenzwerte für Züge festgelegt und mit dem Ministerialdekret vom 29.11.2000 die entsprechende Sanierungspläne vorgeschrieben. Zuständig ist laut diesen Gesetzen der Betreiber und somit die Gesellschaft RFI (Rete Ferroviaria Italiana).

Um diese Sanierung voranzutreiben hat die Landesregierung im September 2003 ein Einvernehmensprotokoll mit RFI abgeschlossen. Anhand einer durch objektive Kriterien erstellten Prioritätenliste sind diezu sanierenden Zonen ausgewählt worden. Das Sanierungsprogramm ist im Februar 2008 gestartet: in den Gemeinden Leifers, Kurtinig, Klausen, Brixen, Franzensfeste, Wiesen-Pfitsch (Sterzing) und Gossensass (Brenner) wurden Lärmschutzwände mit einer Gesamtlänge von 7,8 km errichtet.
Für die Errichtung der Lärmschutzwände entlang der Schiene wurden € 12.000.000 bereitgestellt. Dabei werden 2 Millionen Euro vom Land Südtirol und 10 Millionen Euro von der RFI bezahlt.

Im Jahr 2010 wurde ein weiteres Einvernehmensprotokoll zwischen der Autonomen Provinz Bozen und der RFI unterzeichnet. Alle Kosten für die Verwirklichung der Eingriffe sind folgendermaßen aufgeteilt: 20% die Landesverwaltung und 80 % die RFI.
Mit der neuen Zweckbindungug sind die im Einvernehmensprotokoll 2003 vorgesehenen Arbeiten abgeschlossen und ist die Lärmschutzwand in der Gemeinde Sterzing/Maibad errichtet worden.
Aufgrund der finanziellen Notlage können die Sanierungsarbeiten nicht fertig gestellt werden, deshalb bleibt das Abkommen bis zur Bereitstellung neuer Gelder eingefroren.

Gesetzliche Bestimmen bezüglich Zuglärm:

Rechtsgrundlagen: Nehmen Sie Einsicht in die Gesetzgebung
Kontakt:
Amt für Luft und Lärm