Erlaubte Pflanzenschutzmittel in Trinkwasserschutzgebieten

Erlaubte Pflanzenschutzmittel in Trinkwasserschutzgebieten
Blühende Obstwiese in Südtirol (Foto Landesagentur für Umwelt, Amt für Gewässernutzung, 2002)

Pflanzenschutzmittel können eine große Gefahr für die Grundwasservorkommen darstellen.
Die Gefährdung hängt dabei ab von:

  • Eigenschaften der Mittel selbst
    (Persistenz, Mobilität, Wirkung der Abbauprodukte, usw.)
  • Bodenaufbau
    (Durchlässigkeit der Böden, Tiefe des Grundwasservorkommens),
  • Art der Anwendung
    (z.B. sind die Herbizide sehr problematisch, da sie direkt auf den Boden ausgebracht werden).

Deshalb dürfen in Wasserschutzgebieten nur bestimmte, wenig wassergefährdende Mittel verwendet werden. Der Beschluss der Landesregierung vom 27.12.2016 Nr.1489 enthält die Liste jener Pflanzenschutzmittel, die in Trinkwasserschutzgebieten verwendet werden können. Diese „Positivliste“ wurde vom Versuchszentrum Laimburg für die in Südtirol üblichen Kulturarten erarbeitet, wobei agronomische Notwendigkeiten und der größtmögliche Schutz des Grundwassers beachtet wurden.

Folgende Auswahlkriterien für erlaubte Substanzen wurden angewendet:

  1. Verhalten der Mittel im Boden (Persistenz, Mobilität, Abbau usw.)
  2. Bedeutung des Wirkstoffes für die jeweilige Kultur
  3. Grundsätze der guten landwirtschaftlichen Gepflogenheiten
  4. Europäische Richtlinie 91/414

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Kontakt: Amt für Gewässernutzung