Salurner Graben
Der Salurner Graben ist ein Kanal, der das Gebiet um Salurn entwässert. Bei einer Länge von ca. 3 km fließt er von Salurn bis kurz unter die Provinzgrenze. An seiner Mündung in die Etsch unterhalb von Salurn wurde eine Pumpstation errichtet, die bei einer Förderleistung von 3000 l/s den Abzug dieses Grabens garantiert. Das Umland des Salurner Grabens wird zum Großteil für den Obstbau genutzt. Seine Ufervegetation sowie die Grabensohle werden regelmäßig gesäubert, sodass zeitweise keine Barrieren zwischen Umland und Graben bestehen. An mehreren Stellen wird dem Gewässer Wasser für Beregnungszwecke entnommen. Unterhalb von Salurn leitet die Kläranlage Salurn in den Graben ein.
Infos
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Länge (km) | 3 |
Karte
Ökologischer Zustand
Legende
Qualitätszustand
sehr gut
gut
mäßig
unbefriedigend
schlecht
Die Untersuchungen am Salurner Graben ergeben nur eine vierte Klasse, was einem unbefriedigenden Qualitätszustand entspricht. Die schlechten Ergebnisse der letzten Jahre werden somit bestätigt.
Für den unbefriedigenden Zustand sind viele Faktoren verantwortlich:
- Der künstlich geschaffene Abzugsgraben weist eine sehr monotone Morphologie und - aufgrund des geringen Gefälles - eine sehr langsame Fließgeschwindigkeit auf. Da es kaum Frischwasserzuflüsse aus Bächen gibt (diese sind zu Beregnungszwecken abgeleitet), findet kaum Verdünnung statt. Feiner Schlamm lagert sich entlang des gesamten Grabens am Grund ab.
- Oberhalb von Salurn gelangt durch Torfsticharbeiten immer wieder schlammiges Wasser in den Graben, was eine starke Trübung verursacht und zur anaeroben Situation am Gewässergrund beiträgt.
- Die landwirtschaftliche Tätigkeit belastet den Graben stark, sei es durch Entnahme großer Mengen an Wasser für die Beregnung, sei es durch den Eintrag von Pestiziden und Nährstoffen. Außerdem werden durch die Mahd von Wasser- und Uferpflanzen die Lebensräume vieler Tiere zerstört und die Selbstreinigungskraft des Gewässers vermindert.
- Das Gewässer ist aufgrund der vielen Beeinträchtigungen (geringe Strömung und Wasserstand, Trübung, Sauerstoffmangel, Fehlen von Pflanzen und Tieren) nicht mehr im Stande sich zu reinigen.