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Projekt „Plastik Free“ in den Landesämtern

Die Landesverwaltung startet das Projekt „Plastik Free“ (1) mit dem Ziel, den Plastikkonsum zu reduzieren bzw. Plastik aus der öffentlichen Verwaltung zu verbannen.

Mehr Glas und weniger Plastik, dafür will sich die Landesverwaltung einsetzen (Foto: LPA)
Mehr Glas und weniger Plastik, dafür will sich die Landesverwaltung einsetzen (Foto: LPA)

Künftig soll in den Landhäusern die Verwendung von Plastikbechern und -flaschen sowie von Einweggeschirr und -besteck aus Plastik verboten sein. Eine Trendumkehr ist notwendig, um zur Abfallvermeidung und Ressourcenschonung beizutragen.

Das Landesprojekt „Plastik Free“ umfasst im Wesentlichen drei Aktionen:

  1. Die Verwendung eigener Wasserflaschen zum Trinken von Leitungswasser, um Einwegflaschen aus Kunststoff zu vermeiden
  2. Die Verwendung eigener (wiederverwendbaren) Tassen für die Konsumation von Heißgetränken beim Automaten, um Einweg-Plastikbecher zu vermeiden
    Hinweis: Mehrere Heißgetränkeautomaten sind mit der Funktion „ohne Einwegbecher“ ausgestattet.
  3. Neuorganisation der getrennten Wertstoffsammlung in den Landesämtern.
    Die richtige Trennung der Abfälle in die verschiedenen Wertstoffe ist die Voraussetzung für eine anschließende, hochwertige Verwertung. Nur so können wertvolle Bestandteile zurückgewonnen und als Sekundärrohstoffe wiederverwendet werden. Da die fossilen, mineralischen und metallischen Ressourcen immer knapper werden und der weltweite Bedarf an Rohstoffen steigt, ist ein bewusster Umgang mit Abfällen und deren ordnungsgemäße Trennung besonders wichtig.

Abfallvermeidung hat Vorrang!

Neuorganisation der getrennten Wertstoffsammlung

Wie in der Mitteilung des Generaldirektors und des Generalsekretärs angegeben, muss die getrennte Abfallsammlung in allen Landesämtern gemäß folgenden Bestimmungen durchgeführt werden:

  • Restmüll und organische Abfälle: Die Abfallbehälter in den Büros werden nur für die Sammlung von Restmüll, einschließlich organischer Abfälle, genutzt. Die getrennte Sammlung ist aus organisatorischen Gründen nicht möglich. Diese Abfallbehälter weisen KEIN Etikett auf.
  • Papier und Plastik:
    Die wiederverwertbaren Materialien Papier und Plastik werden in Behältern gesammelt, welche sich auf den Korridoren außerhalb der einzelnen Büros, in der Nähe von Druckern/Kopierern und/oder in Abfallsammelinseln in der Nähe von Snack- und Getränkeautomaten befinden.
    Auf diese vorgesehen Behälter werden erläuternde Etiketten geklebt.
    Neben den Abfallsammelinseln bzw. in der Nähe von Druckern/Kopierern müssen Info-Flyer aufgehängt werden.

Anmerkung:
Weitere Wertstoffe wie KartonDruckerpatronen und TonerkartuschenBatterien und Elektromüll sollen von jeder Abteilung individuell gesammelt und entsorgt werden (wie bis jetzt).
Dasselbe gilt für Glas und Dosen: Diese Wertstoffe werden in den Landesämtern nicht gesammelt, da sie einen Restanteil des Büroabfalls darstellen. Glas und Dosen sollen getrennt gesammelt und persönlich entsorgt werden.

1) Landesämter in der Gemeinde Bozen und Leifers

Download Tabelle

Etiketten für die bestimmten Behälter (mit SEAB-Piktogramm)

Info-Flyer (mit SEAB-Piktogramm)

2) Landesämter in anderen Gemeinden

Download Tabelle

Etiketten für die bestimmten Behälter (ohne Piktogramm)

Info-Flyer (ohne Piktogramm)

Was soll ich als Landesangestellte/Landesangestellter tun?

  1. Mich gut informieren, um zu verstehen, was zu entsorgen ist und wo. Wie?
    Indem ich die Info-Flyer sorgfältig durchlese.
  2. Abfalltrennung ordnungsgemäß durchführen.

Was soll ich als Gebäudeverwahrerin/Gebäudeverwahrer eines Landesgebäudes tun?

  1. Bestandsaufnahme der Anzahl der zu etikettierenden Behälter in jedem Gebäude durchführen
    Bei Bedarf besteht die Möglichkeit, beim Ökonomat zusätzliche Abfallbehälter anzufordern
  2. Beim Amt für Abfallwirtschaft die genaue Anzahl an Etiketten und Flyern für jeden Behältertyp anfordern und die Abholung des benötigten Materials organisieren.
    Abholzeiten: von Montag bis Donnerstag, von 7.30 bis 12.30 Uhr, Landesgebäude Nr 9, Erdgeschoss, Amba-Alagi-Straße 35, Bozen.
    Hinweis: Der Hausmeister in der Amba-Alagi-Straße 35 wird ausschließlich die genaue Anzahl der angeforderten Etiketten und Info-Flyer ausgeben.
    Etiketten und Info-Flyer können auch selbständig ausgedruckt werden, indem man sie über die jeweiligen Links herunterladet (siehe oben).
  3. Die neuen Behälter platzieren, die Etiketten anbringen und die Info-Flyer anhängen.

Was soll das Reinigungspersonal tun?

Das vom Landespersonal in den Abfallbehälter und in den dafür vorgesehenen Behältern gesammelte Wertmaterial muss vom Reinigungspersonal richtig entsorgt werden. Wo ausleeren?
Hier finden Sie alle detaillierten Infos

(1) Anmerkung

Das Projekt „Plastik Free“ ist das Ergebnis eines langen Prozesses, den die Landesverwaltung (2019) in Richtung Reduzierung des in den Büros anfallenden Abfalls eingeleitet hat. Gemäß Beschlussantrag Nr. 37/19 „Verzicht auf sämtliche Einweg-Kunststoffartikel in den Ämtern der Landesverwaltung  [...]“ verpflichtet sich die Landesregierung, sich an der vom Umweltministerium ins Leben gerufenen Kampagne „Plastic Free Challenge“ zu beteiligen. Aufgrund dieses Antrags beauftragte die Landesregierung (März 2020) die Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz (in Zusammenarbeit mit dem Ökoinstitut Südtirol/Alto Adige), eine Studie zu erstellen, die den Status Quo des Einsatzes von Einweg-Kunststoffartikeln in den Ämtern der Landesverwaltung aufzeigte und konkrete Verbesserungsvorschläge vorstellte.

Publikation

Studie zur Vermeidung von Einweg Kunststoffartikeln in den Ämtern der Landesverwaltung
Abfall

Studie zur Vermeidung von Einweg Kunststoffartikeln in den Ämtern der Landesverwaltung

Projektbericht. Herausgeber: Amt für Abfallwirtschaft in Zusammenarbeit mit dem Ökoinstitut Südtirol/Alto Adige
Erscheinungsjahr: Jänner 2021

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