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Bodenleben I Workshop

Den Boden mit allen Sinnen erforschen (© Carmen Eisendle Illustration Surface Design)
Den Boden mit allen Sinnen erforschen (© Carmen Eisendle Illustration Surface Design)

Hintergrundinfo

Böden sind eine oft übersehene natürliche Ressource. Ihnen wird in der breiten Öffentlichkeit deutlich weniger Bedeutung beigemessen als zum Beispiel dem Schutz des Klimas, des Wassers und der Artenvielfalt. Dabei erfüllen sie vielfältige Funktionen. Sie regulieren das Klima, filtern Wasser, schützen vor Überschwemmungen und sind die Grundlage unserer Ernährung. Außerdem beherbergen sie etwa zwei Drittel der weltweiten Artenvielfalt. 

Böden scheinen unbegrenzt verfügbar zu sein – sie sind immer unter unseren Füßen. Welche Bedeutung Böden für unsere Gesellschaft haben, ist uns im täglichen Umgang mit ihnen oft nicht bewusst. Erosion, Verunreinigung, Versiegelung infolge von Wohnungsbau und Infrastruktur, Erdrutsche und Überschwemmungen tragen zur Schädigung dieser Ressource bei. Die Verschlechterung der Bodenqualität hat direkte Auswirkungen, wie z. B. auf die Qualität von Wasser und Luft, die Gesundheit des Menschen und den Klimawandel. 

Bodenschutz ist als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu verstehen, bei der alle Akteurinnen und Akteure ihre Verantwortlichkeiten wahrnehmen sollten, um die Funktionen des Bodens als Lebensgrundlage für alle Lebewesen der Erde zu erhalten.

Ziel

Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit der Bedeutung von Böden für Mensch und Natur auseinander. Sie analysieren verschiedene Bodenarten, lernen problematische Folgen der Bodennutzung kennen und erfahren die Möglichkeiten des vorsorgenden Bodenschutzes.

Programm

Die Schülerinnen und Schüler begeben sich auf eine lustige und spannende Entdeckungsreise in die Welt des Bodens. Sie lernen das Ausgangsmaterial und die Einflussfaktoren der Bodenbildung kennen. Sie erkunden haptisch und visuell, welche Bodenarten es gibt. Die Kinder können selbst auf die Suche nach Bodenlebewesen gehen und gemeinsam mit der Lehrperson die Bodentiere in der Becherlupe oder im Mikroskop betrachten. Mit einem kleinen Bestimmungsschlüssel können die Kinder auch ohne Lesekenntnisse die häufigsten Bodentiere bestimmen. Dabei wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch das Verantwortungsgefühl für die Tiere gestärkt. Anhand einer Reihe von Experimenten und spielerischen Aktionen an Stationen lernen sie die Vielfalt, aber auch die Gefährdungen von Böden kennen und entwickeln ein Verständnis für den nachhaltigen Umgang mit dieser lebensnotwendigen Ressource.

Zielgruppe

1. – 4. Klassen der Grundschulen, 1. Klassen der Mittelschulen

Voraussetzungen

  • Die Klasse muss von mindestens zwei Lehrpersonen begleitet werden.
  • Die Schülerinnen und Schüler sollten festes Schuhwerk tragen.
  • Es wird empfohlen, eine Sitzunterlage mitzubringen.

Sprache

Deutsch, Italienisch

Termin

Der Termin wird individuell vereinbart.

Dauer

3 Schulstunden

Zeitraum

März bis Juni

Anmeldung

Anmeldung und Teilnahmebedingungen

Die eingehenden Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs und nach den Einzugsgebieten der Schulen bis zur maximalen Teilnehmeranzahl berücksichtigt. Um jedoch möglichst vielen Schulen die Teilnahme am Projekt zu ermöglichen, behalten wir uns vor, die Anzahl der teilnehmenden Klassen pro Schule zu beschränken.