[Externer Link] Webseite - Autonome Provinz Bozen - Südtirol

Klanglandschaften | Workshop

Klanglandschaften entdecken – Wie wir die Welt hören und verstehen (© bestphotostudio / shutterstock)
Klanglandschaften entdecken – Wie wir die Welt hören und verstehen (© bestphotostudio / shutterstock)

Hintergrundinfo

Wir sind ständig von der Klanglandschaft umgeben, die uns definiert. Der Tag beginnt mit dem Klingeln des Weckers und endet mit dem sanften Rauschen des Windes am Abend. Geräusche begleiten uns überall: das Klappern unserer Schritte auf dem Gehweg, das Zwitschern der Vögel, das Hupen von Autos, das Lachen und Reden anderer Kinder, das Klingeln von Fahrradglocken. Doch wie entstehen Töne, Klänge und Geräusche, wovon hängen ihre Tonhöhe und Lautstärke ab und wie werden sie übertragen? Spannend ist auch die Unterscheidung, was genau einen Ton zu einem Klang oder ein Geräusch zu Lärm macht und warum wir manche Töne als hoch oder tief wahrnehmen. Hören ist ein komplexer Vorgang, der direkt auf diese akustischen Phänomene reagiert. Dabei werden die ankommenden Schallwellen in elektrische Signale umgewandelt, die unser Gehirn als unterschiedliche Klänge interpretiert.

Was wir hören, kann jedoch belasten, denn jede Art von Schall wird zu Lärm, wenn sie als störend oder unangenehm empfunden wird. Ob uns ein Geräusch stört, hängt von vielen Faktoren ab – vom Ort, vom Zeitpunkt oder von unserer persönlichen Einstellung zur Geräuschquelle. Manche Lärmquellen, wie Verkehrslärm, nehmen wir oft kaum bewusst wahr, weil wir uns an sie gewöhnt haben. Trotzdem können sie unsere Gesundheit langfristig beeinträchtigen, weshalb es wichtig ist, sich dieser Einflüsse bewusst zu werden.

Gerade weil Klänge so allgegenwärtig und relevant sind, machen sie die Auseinandersetzung mit Schall zu einem spannenden Forschungsfeld für Kinder. Die Beschäftigung fördert nicht nur motorische und sprachliche Fähigkeiten, sondern hilft auch, grundlegende Mechanismen der Natur zu verstehen. Gleichzeitig lädt das bewusste Hinhören dazu ein, Achtsamkeit zu üben: Welche Geräusche empfinden wir als angenehm, wann sind sie zu laut und wie unterscheidet sich unsere Wahrnehmung von der anderer Menschen? Auf diese Weise stärkt das Hören auch soziale Kompetenzen, allen voran die Fähigkeit, gut zuzuhören.

Ziel

Die Schülerinnen und Schüler vertiefen ihr Verständnis für die Entstehung und Wahrnehmung akustischer Phänomene, schärfen ihre Sensibilität für die Bedeutung des Hörens und bilden ein Bewusstsein für Lärmschutz.

Programm

Begleitet von einer Abenteuergeschichte begeben sich die Schülerinnen und Schüler auf eine Entdeckungsreise ins Innere des Ohrs, um den Weg des Schalls über das Trommelfell bis hin zur Umwandlung in Nervensignale nachzuvollziehen – jene elektrischen Impulse, die unser Gehirn erst als Töne und Sprache versteht. Ein Schwerpunkt liegt auf der Bedeutung des räumlichen Hörens sowie der Sensibilisierung für Lärm und dessen Auswirkungen auf die Hörgesundheit. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihr eigenes Hörempfinden und lernen die Notwendigkeit von Gehörschutz sowie bewussten Ruhephasen kennen, um die empfindlichen Sinneszellen dauerhaft zu erhalten.

Diese theoretischen Grundlagen werden durch praxisorientierte Aufgaben an verschiedenen Lernstationen vertieft. Hierbei erforschen die Schülerinnen und Schüler die physikalischen Eigenschaften von Schall, untersuchen die Schallleitung durch unterschiedliche Medien und vollziehen die Entstehung von Tonhöhen experimentell nach. Durch den Einsatz von Resonanzkörpern, Stimmgabeln und Membranen werden die eigentlich unsichtbaren Schwingungen für die Kinder sichtbar und spürbar gemacht. Ein besonderer Bestandteil ist die Arbeit mit dem Lärmbarometer, bei dem die Kinder die Intensität von Geräuschen einordnen und Strategien für einen achtsamen Umgang mit ihrem Gehör entwickeln. Den Abschluss bildet eine auditive Reflexion, die den Wert der Stille sowie die lebenslange Bedeutung eines funktionierenden Gehörsinns verdeutlicht.

Zielgruppe

1. – 3. Klassen der Grundschulen

Voraussetzungen

  • Flipchart/Tafel
  • großes Klassenzimmer mit verstellbaren Tischen für den Aufbau der verschiedenen Stationen
  • Zusätzlich sollte ein kleiner Nebenraum für eine Station verfügbar sein. Alternativ kann im Gang gearbeitet werden, solange der reguläre Unterricht anderer Klassen ungehindert stattfinden kann.
  • Der Workshop setzt erste Schreib- und Lesekenntnisse voraus und wird für Schülerinnen und Schüler der 1. Klasse ab dem 2. Halbjahr empfohlen.

Sprache

Deutsch, Italienisch

Termin

Der Termin wird individuell vereinbart.

Dauer

2 Schulstunden

Zeitraum

November bis Juni

Anmeldung

Anmeldung und Teilnahmebedingungen