Rienz
Die Rienz entspringt am Fuße der Drei Zinnen auf einer Höhe von etwa 2200 m und mündet nach rund 84 Flusskilometern bei Brixen auf 565 m in den Eisack. Mit einem Einzugsgebiet von über 2143 km² entwässert sie das Pustertal und ist somit der wichtigste Seitenzubringer des Eisacks. Die höchste Erhebung ihres Einzugsgebietes liegt auf 3498 m (Dreiherrenspitz). Die größten Zuflüsse der Rienz sind Pragser Bach, Gsieser Bach, Antholzer Bach, Ahr, Gader, Pfunderer Bach und Lüsner Bach.
In ihrem Oberlauf durchfließt die Rienz das Höhlensteintal, in welchem Dolomit die Hauptgesteinsart darstellt. Der Mittellauf ist von Flussschotter gekennzeichnet, während die Rienz im Unterlauf eine Schlucht aus Brixner Granit und Quarzphyllit durchfließt.
An der Rienz bestehen neben einigen kleinen und mittelgroßen Kraftwerken auch drei große, und zwar in Bruneck, beim Kniepass und in Brixen. Zwei lange Restwasserstrecken befinden sich zwischen Olanger (= Welsberger) Stausee und Bruneck sowie zwischen Mühlbacher Stausee und Brixen, wo das Wasser zur Stromerzeugung abgeleitet wird.
Die bedeutendsten Siedlungen entlang der Rienz sind Toblach, Welsberg, Olang, Bruneck und Vintl. Ihre Abwässer werden in drei Kläranlagen gereinigt (Wasserfeld, Tobl, Unteres Pustertal).
Infos
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Länge (km) | 84 |
Karte
Ökologischer Zustand
Legende
Qualitätszustand
sehr gut
gut
mäßig
unbefriedigend
schlecht
Das Makrozoobenthos erreicht - außer im dritten Abschnitt gut - stets eine sehr gute Qualität. Der Kieselalgenindex erzielt im Bereich Nasswandquellen - Olanger Stausee eine erste Klasse, in den unteren Abschnitten eine zweite Klasse. Beeinträchtigt wird die Rienz durch z.T. starke Verbauungen, den Schwallbetrieb (zwischen Bruneck und Vintl) und durch Stauraumspülungen (unterhalb Vintl). Der Befund über den ökologischen Zustand ergibt für den gesamten Verlauf eine zweite Klasse, was einem guten Qualitätszustand entspricht.