Grödner Bach / Derjon
Mit einer Länge von 26 km und einem Einzugsgebiet von rund 200 km² entwässert der Grödner Bach (ladinisch Derjon) das gleichnamige Tal. Gherdëina / Gröden erstreckt sich von 470 m Meereshöhe im Mündungsbereich bis auf 3179 m (Sasslonch / Langkofel). Die bedeutendsten Zuflüsse des Grödner Baches sind der Ruf de Ncisles (Cisles Bach), der Ruf da Iënder (Jenderbach) und der Ruf de Val d'Ana (Annabach).
Aus geologischer Sicht dominieren in Gröden Dolomit und Grödner Sandstein im hinteren Talbereich und Brixner Quarzphyllit sowie Bozner Quarzporphyr im äußeren Talbereich.
Die größte Ableitung des Grödner Baches zum Zwecke der Wasserkraftnutzung befindet sich bei Pontives. Dort befindet sich auch die Abwasserreinigungsanlage, die die Ortschaften Urtijëi / St. Ulrich, S. Cristina / St. Christina und Sëlva / Wolkenstein versorgt.
Zu den Haupteinnahmequellen der Talbevölkerung zählt der Tourismus, daher kann in der Hauptsaison die Anzahl der Talbewohner die der Ansässigen um ein Vielfaches überschreiten.
Infos
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Länge (km) | 26 |
Karte
Ökologischer Zustand
Legende
Qualitätszustand
sehr gut
gut
mäßig
unbefriedigend
schlecht
Die Erhebungen des Gewässers anhand des Makrozoobenthos ergab im mittleren Abschnitt eine zweite Güteklasse, der Kieselalgenindex erreichte eine erste Klasse. Das Gesamturteil über den ökologischen Zustand war eine zweite Klasse.
Die Untersuchungen des Grödnerbaches im Teil Ableitung Pontives - Mündung ergeben im Jahr 2024 eine zweite Klasse für Makrozoobenthos, Kieselalgen und Chemie. Das Gesamturteil über den ökologischen Zustand ergibt eine zweite Klasse, was einem guten Qualitätszustand entspricht.