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Südtiroler Flüsse und Bäche

Falschauer

Falschauer (Foto: Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz)
Falschauer (Foto: Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz)

Die 38 km lange Falschauer entwässert das Ultental mit einem Einzugsgebiet von rund 300 km² Ausdehnung. Die höchste Erhebung im Tal (Hinterer Eggenspitz) liegt auf 3443 m Meereshöhe, und auf einer Höhe von 265 m mündet die Falschauer bei Lana in die Etsch. Zu den wichtigsten Zuflüssen gehören der Maraunbach und der Kirchbach.

In Ulten dominieren Quarzphyllit und Paragneis. Weiters kommen Glimmerschiefer und am Talausgang Brixner Granit vor. Das Umland der Falschauer wird landwirtschaftlich genutzt: in Ulten herrscht Viehwirtschaft vor, in Lana Apfelbau. Das hydrographische Einzugsgebiet der Falschauer ist durch zahlreiche Staubecken gekennzeichnet, von denen aus das abgeleitete Wasser in fünf großen Kraftwerken zur Stromerzeugung verwendet wird.

Zu den größten Ortschaften entlang der Falschauer zählen St. Nikolaus, St. Walburg, St. Pankraz und Lana. Die Abwässer werden in den Kläranlagen von St. Walburg, St. Pankraz und Lana gereinigt.


Infos

Merkmal Wert
Länge (km) 38

Karte

Ökologischer Zustand

Legende

Qualitätszustand

Die Falschauer lässt sich in zwei Abschnitte teilen: einen langen Restwasserabschnitt, der durch das gesamte Ultental führt und einen kurzen Abschnitt vor der Mündung, der durch den Schwallbetrieb des Kraftwerks in Lana gekennzeichnet ist. Das Fließgewässer wird zwar immer wieder von Stauseen unterbrochen, weist aber ansonsten ein sehr natürliches Bachbett auf und beherbergt daher eine hohe Artenvielfalt.

Die Probennahmen ergeben für die Kieselalgen in allen Abschnitten eine sehr gute Qualität. Die Kieselalgen reagieren nämlich kaum auf Wasserschwankungen, sondern vielmehr auf die Qualität des Wassers. Auch das Makrozoobenthos wird bis zur Rückgabe E-Werk mit sehr gut bewertet. Der kurze Abschnitt von der Rückgabestelle des Kraftwerks in Oberlana bis zur Mündung in die Etsch ist von starken Wasserschwankungen geprägt. Das Makrozoobenthos erzielt hier eine gute Qualität. Für das gesamte Fließgewässer wird der ökologische Zustand mit Klasse zwei bezeichnet, dies entspricht einem guten Qualitätszustand.