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Südtiroler Flüsse und Bäche

Eisack

Eisack (Foto: Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz)
Eisack (Foto: Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz)

Der Eisack weist eine Länge von 100 km auf und sein Einzugsgebiet erstreckt sich über eine Fläche von rund 4200 km². Er entspringt in der Nähe des Brenners auf einer Höhe von ca. 2000 m und mündet unterhalb von Bozen auf 235 m Meereshöhe in die Etsch. Der höchste Punkt seines Einzugsgebietes ist der Hochfeiler mit einer Höhe von 3509 m. Unter den bedeutendsten Zuflüssen des Eisacks sind Pflerscher Bach, Pfitscher Bach, Ridnauner Bach, Rienz, Villnösser Bach, Grödner Bach, Tierser Bach, Eggentaler Bach und Talfer zu nennen.

Die geologische Zusammensetzung des Eisacktales wird im nördlichen Teil durch Ostalpin und der Schieferhülle des Tauernfensters gekennzeichnet. Unterhalb von Mauls tritt der Brixner Granit zu Tage, im Brixner Raum dominiert Quarzphyllit und im südlichen Teil des Eisacktales herrscht Bozner Quarzporphyr vor. Das Umland des Oberlaufes des Eisacks wird landwirtschaftlich genutzt, der Unterlauf verläuft hingegen in einem sehr engen Talraum, der größtenteils von Straße, Autobahn und Bahn beansprucht wird. Das Wasser des Eisacks wird an mehreren Abschnitten zur hydroelektrischen Stromerzeugung genutzt; zu den bedeutendsten Kraftwerken gehören die Ableitungen von Franzensfeste, Klausen und Waidbruck.

Zu den wichtigsten Ortschaften entlang des Eisacks zählen Sterzing, Brixen, Klausen, Waidbruck und Bozen. Ihre Abwässer werden in den Kläranlagen Wipptal, Brixen, Unteres Eisacktal und Bozen gereinigt.


Infos

Merkmal Wert
Länge (km) 100

Karte

Ökologischer Zustand

Legende

Qualitätszustand

Beeinträchtigungen erfährt der Eisack durch die schwankende Wasserführung (Schwallbetrieb), ausgelöst durch Kraftwerke, und durch die fehlende Durchgängigkeit (Aufstauungen in Franzensfeste, Klausen und Waidbruck).

Bei den letzten Probennahmen wird für Makrozoobenthos fast in allen Abschnitten eine sehr gute Qualität erzielt. Die Kieselalgen erlangen, bis auf den zweiten Abschnitt, einen guten Qualitätszustand. Da in unterschiedlichen Bereichen einzelne Faktoren nicht mit sehr gut bewertet werden, wird für das gesamte Fließgewässer eine zweite Klasse festgelegt, was einem guten ökologischen Qualitätszustand entspricht.