Abgaskontrolle

Abgaskontrolle
Schornsteine mit und ohne Rauch (Foto: Landesagentur für Umwelt)

Alle Heizanlagen mit einer Feuerungswärmeleistung ab 35 kW, die entweder mit gasförmigen (Methan oder Flüssiggas), flüssigen (Heizöl) oder festen (Holz) Brennstoffen betrieben werden, müssen einmal im Jahr von einem befähigten Kaminkehrer überprüft werden.
Der Betreiber der Heizanlage muss sich an einen befähigten Kaminkehrer wenden, um die Rauchgaskontrolle durchführen zu lassen.

Die Heizanlagen sind auf lokaler Ebene neben den Industrieanlagen und dem Verkehr, die Hauptverantwortlichen für die Luftverschmutzung.
Durch eine ordnungsgemäß betriebene und gewartete Heizanlage werden die Luftschadstoffe  verringert und gleichzeitig die Heizungsspesen reduziert.

Ausgenommen sind Verbrennungsanlagen, welche laut Landesgesetz Nr. 8, vom 16.03.2000 eine Emissionsermächtigung benötigen, nämlich Feuerungsanlagen mit einer Heizleistung von über 3.000 kW bei Methan oder Flüssiggas und Feuerungsanlagen mit einer Heizleistung von über 1.000 kW bei Heizöl oder Holz.

Die Emissionen von Heizanlagen mit einer Leistung unter 35 kW (z. B.  Wandthermen für einzelne Wohneinheiten) müssen nicht vom Kaminkehrer gemessen werden. Diese Anlagen sind von einem Heizungstechniker gemäß den geltenden Brandschutzbestimmungen regelmäßig zu warten.

Gesetzliche Bestimmung bezüglich der Abgaskontrollen: Beschluss 10.04.2018, Nr. 320, „Genehmigung der Bestimmungen über die Emissionen der Heizanlagen.“

Befähigte Kaminkehrer für die Durchführung der Abgasprüfung

Die Rauchgaskontrolle der Heizanlagen kann ausschließlich von einem Kaminkehrer, welcher im Besitz der Befähigung als Feuerungskontrolleur ist, durchgeführt werden.  
Der Kaminkehrer stellt dem Betreiber der Heizanlage ein entsprechendes Protokoll aus, das das Ergebnis der Messdaten beinhaltet. Der Kaminkehrer ist für die ordentliche Durchführung der Abgaskontrolle der Heizanlagen verantwortlich.

Die Liste der befähigten Kaminkehrer finden Sie auf folgendem Link.

Heizanlagen – Periodische Abgasprüfung

In Südtirol muss die periodische Abgaskontrolle der Heizanlagen durchgeführt werden. Die Betreiber von Heizanlagen, die entweder mit gasförmigen, flüssigen oder festen Brennstoffen betrieben werden und eine...

Nützliche Informationen zur Abgaskontrolle

Im Zuge der Kontrolle, überprüft der befähigten Kaminkehrer die Einhaltung folgender Grenzwerte:
Heizanlagen mit gasförmigen Brennstoffen:

  • Kohlenmonoxid: 350 mg/m³
  • Stickoxide: 250 mg/m³ (Nennleistung >35 ≤1.000 kW)
  • Stickoxide: 100 mg/m³ (Nennleistung >1.000 ≤3.000 kW)
    * für Anlagen die vor dem 19.12.2017 installiert wurden gilt ein Grenzwert von 350 mg/m³

 

Heizanlagen mit flüssigen Brennstoffen:

  • Kohlenmonoxid: 350 mg/m³
  • Stickoxide: 250 mg/m³
  • Schwärzungsgrad, welcher die Russzahl “1” der Bacharachskala nicht überschreiten darf
  • Ölderivate: auf dem Filterpapier dürfen keine mit freiem Auge sichtbaren Spuren von Öl feststellbar sein.

 

Bei Heizanlagen mit festen Brennstoffen hängt der Grenzwert von der Feuerungswärmeleistung ab:

Nennleistung der Anlage
Nennleistung (kw)Kohlenmonoxid (mg/m3)
*Für Anlagen die vor dem 19.12.2017 installiert wurden gilt ein Grenzwert von 350 mg/m³
> 35 ≤ 150 1.000
> 150 ≤ 500 350
> 500 ≤ 1.000 250*

In diesem Fall muss die Anlage von einem Installateur/Heizungstechniker überprüft werden.

Alle neu installierten Heizanlagen,  welche mit gasförmigen (Methan und Flüssiggas) oder flüssigen (Heizöl) Brennstoffen betrieben werden, müssen über eine Zertifizierung der gesetzlich festgelegten Emissionsgrenzwerte vom Hersteller verfügen.

Die neuen Holz- oder Pelletsheizungen mit einer Feuerungswärmeleistung ab 35 kW, müssen mit einer automatischen Verbrennungsregelung ausgestattet werden und weiters einen der Leistung entsprechend dimensionierten Heizwasserspeicher haben. Auf diese Weise wird eine Optimierung der Verbrennung garantiert und gleichzeitig werden der Verbrauch und die Emissionen verringert.
Nach Abschluss der Einbauarbeiten muss der Abnahmetechniker die angeführten Vorgaben überprüfen.


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Amt für Luft und Lärm