Abgaskontrolle

Abgaskontrolle
Schornsteine mit und ohne Rauch (Foto: Landesagentur für Umwelt)

Alle Heizanlagen mit einer Feuerungswärmeleistung ab 35 kW, die entweder mit gasförmigen (Methan oder Flüssiggas), flüssigen (Heizöl) oder festen (Holz) Brennstoffen betrieben werden, müssen einmal im Jahr von einem ermächtigten Kaminkehrer überprüft werden.
Der Betreiber der Heizanlage muss sich an einen ermächtigten Kaminkehrer wenden, um die Rauchgaskontrolle durchführen zu lassen.

Die Heizanlagen sind auf lokaler Ebene neben den Industrieanlagen und dem Verkehr, die Hauptverantwortlichen für die Luftverschmutzung.
Durch eine ordnungsgemäß betriebene und gewartete Heizanlage werden die Luftschadstoffe  verringert und gleichzeitig die Heizungsspesen reduziert.

Ausgenommen sind Verbrennungsanlagen, welche laut Landesgesetz Nr. 8, vom 16.03.2000 eine Emissionsermächtigung benötigen, nämlich Feuerungsanlagen mit einer Heizleistung von über 3.000 kW bei Methan oder Flüssiggas und Feuerungsanlagen mit einer Heizleistung von über 1.000 kW bei Heizöl oder Holz.

Die Emissionen von Heizanlagen mit einer Leistung unter 35 kW (z. B.  Wandthermen für einzelne Wohneinheiten) müssen nicht vom Kaminkehrer gemessen werden. Diese Anlagen sind von einem befähigten Techniker gemäß den geltenden Brandschutzbestimmungen regelmäßig zu warten.

Gesetzliche Bestimmung bezüglich der Abgaskontrollen: Beschluss 14.03.2011, Nr. 413, „Genehmigung der neuen Bestimmungen zur Abgaskontrolle von Heizanlagen.“

Ermächtigte Kaminkehrer für die Durchführung der Abgasprüfung

Die Rauchgaskontrolle der Heizanlagen kann ausschließlich von einem ermächtigten Kaminkehrer, welcher im Besitz des Feuerungskontrolleur- Diploms ist, durchgeführt werden.  
Der Kaminkehrer stellt dem Betreiber der Heizanlage ein entsprechendes Protokoll aus, das das Ergebnis der Messdaten beinhaltet. Der Kaminkehrer ist für die ordentliche Durchführung der Abgaskontrolle der Heizanlagen verantwortlich.

Die Liste der ermächtigten Kaminkehrer finden Sie auf folgendem Link.

Heizanlagen – Periodische Abgasprüfung

In Südtirol muss die periodische Abgaskontrolle der Heizanlagen durchgeführt werden. Die Betreiber von Heizanlagen, die entweder mit gasförmigen, flüssigen oder festen Brennstoffen betrieben werden und eine Feuerungswär...

Nützliche Informationen zur Abgaskontrolle

Im Zuge der Kontrolle, überprüft der ermächtigte Kaminkehrer die Einhaltung folgender Grenzwerte:
Heizanlagen mit gasförmigen Brennstoffen:

  • Kohlenmonoxid: 350 mg/m³
  • Stickoxide: 250 mg/m³

Heizanlagen mit flüssigen Brennstoffen:

  • Kohlenmonoxid: 350 mg/m³
  • Stickoxide: 250 mg/m³
  • Schwärzungsgrad, welcher die Russzahl “1” der Bacharachskala nicht überschreiten darf
  • Ölderivate: auf dem Filterpapier dürfen keine mit freiem Auge sichtbaren Spuren von Öl feststellbar sein.

Bei Heizanlagen mit festen Brennstoffen hängt der Grenzwert von der Feuerungswärmeleistung ab:

Nennleistung der Anlage
Nennleistung (kw) Kohlenmonoxid (mg/m3) Staub (mg/m3) *
*Muss ab 1. Jänner 2021 gemessen werden
> 35 ≤ 150 1000 200
> 150 ≤ 1000 350 100

In diesem Fall muss die Anlage von einem Installateur/Heizungstechniker überprüft werden.
Für Heizanlagen, welche vor dem 1. Jänner 2012 eingebaut worden sind und bei denen trotz Optimierung der Verbrennung die Grenzwerte nicht eingehalten werden können, kann der Betreiber um eine Fristverlängerung ansuchen.
Die Fristverlängerung wird vom Amt für Luft und Lärm für maximal 3 Jahre erteilt, sofern die Heizanlage so betrieben wird, dass die geringstmöglichen Schadstoffemissionen entstehen, sie muss periodisch gewartet werden und die jährliche Emissionskontrolle ist auf jeden Fall durchzuführen.

Alle neu installierten Heizanlagen,  welche mit gasförmigen (Methan und Flüssiggas) oder flüssigen (Heizöl) Brennstoffen betrieben werden, müssen über eine Zertifizierung der gesetzlich festgelegten Emissionsgrenzwerte vom Hersteller verfügen.

Die neuen Holz- oder Pelletsheizungen mit einer Feuerungswärmeleistung ab 35 kW, müssen mit einer automatischen Verbrennungsregelung ausgestattet werden und weiters einen der Leistung entsprechend dimensionierten Heizwasserspeicher haben. Auf diese Weise wird eine Optimierung der Verbrennung garantiert und gleichzeitig werden der Verbrauch und die Emissionen verringert.
Nach Abschluss der Einbauarbeiten muss der Abnahmetechniker die angeführten Vorgaben überprüfen.


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Amt für Luft und Lärm