Südtiroler Seen

Beschreibung der einzelnen Seen, Angaben über ihren Zustand und die durchgeführten Restaurierungsmaßnahmen.

Karersee

Kleiner Bergsee, berühmt für seine Farbe und die Klarheit seines Wassers, in dem sich der Latemar spiegelt.

Karer See (Foto: Landesagentur für Umwelt)
Infos zum Karersee
GemeindeWelschnofen
Meereshöhe (m ü.N.N.) 1519
Oberfläche (ha) ca. 3,5
Maximale Tiefe (m) 6 - 17
Volumen (m³) variabel
Einzugsgebiet (km²) 5,81
Uferlinie (km) variabel

Urteil
Oligotroph, sehr klares Wasser mit entsprechend hoher Sichttiefe. Hoher landschaftlicher Wert. Im Uferbereich Auftreten von Trittschäden aufgrund von Massentourismus.

Hydrologie
Der Karersee weist hydrogeologisch bedingte große Wasserspiegelschwankungen auf. Der See ist in drei Becken gegliedert, in ein östliches, ein zentrales und ein westliches Becken. Das östliche Becken ist sehr seicht und trocknet als erstes aus. Das zentrale Becken weist die größte Tiefe auf und entleert sich nie zur Gänze - der Wasserspiegel sinkt maximal auf 4,5 m, da dieser tiefste Bereich von einer undurchlässigen tonigen Schicht bedeckt ist, während die übrigen Teile des Seebodens von undichtem Blockmaterial gebildet werden. Das westliche Becken weist eine maximale Tiefe von 10 m auf und leert sich zu bestimmten Zeiten des Jahres zur Gänze.


Die für den Karersee charakteristischen Wasserspiegelschwankungen sind auf seine besonderen hydrologischen Verhältnisse zurückzuführen. Der See besitzt keinen ständigen oberirdischen Zu- und Abfluss, die Speisung und die Entleerung des Sees erfolgen in der Hauptsache unterirdisch. Das dem See zugeführte Wasser stammt aus dem Oberflächenabfluss, aus unterirdischen Quellen mit stark schwankender Schüttung, die ihr Wasser aus einem oberflächennahen Grundwasserkörper beziehen, der unmittelbar durch Niederschläge, hpts. Schnee, beeinflusst wird, und aus unterirdischen Quellen mit relativ konstanten Wassermengen. Die Quellaustritte befinden sich im südlichen Teil des östlichen Beckens und im zentralen Becken, das westliche Becken weist keine unterirdischen Quellen auf und wird hauptsächlich durch aus dem zentralen Becken übertretendes Wasser gefüllt. Der Abfluss erfolgt über den nicht abgedichteten Bereich der Seebodenfläche, der sich an den ständig gefüllten Beckenteil nach oben hin anschließt. Das abfließende Wasser tritt unterhalb des Sees zutage, wo es einen Bach mit schwankender Wasserführung bildet.


Das Ausmaß und die Häufigkeit der Wasserspiegelschwankungen des Karersees hängen aufgrund seiner besonderen Hydrologie sehr stark von den Niederschlägen ab.

Ökologischer Zustand des Karersees
SeeMacrotypPhytoplankton ICFMakrophyten MacroIMMIDiatomeen EPI-LGesamt Mph/DiaChemie LTLecoMakrozoobenthos BQIESFische LFIGesamt
Karersee L3 nc nc nc nc sehr gut nc * sehr gut

Der ökologische Zustand des Karersees ist laut europäischer Wasserrahmenrichtlinie sehr gut, allerdings konnte der Phytoplanktonindex nicht berechnet werden, da weniger als 70% der gefundenen Arten der Artenliste des Index entsprachen. Die Makrophyten, Diatomeen und das Makrozoobenthos wurden noch nicht untersucht. *Die Fische wurden zwar untersucht, konnten aber aufgrund der besonderen hydrologischen Verhältnisse des Sees nur ein schlechtes Ergebnis erbringen. Sie werden zurzeit nicht für den Gesamtzustand berücksichtigt.

hr

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Kontakt: Biologisches Labor