Zu gut für den Abfall – Lebensmittelverschwendung | Workshop

Zu gut für den Abfall – Lebensmittelverschwendung | Workshop
Fast ein Drittel der produzierten Lebensmittel landen im Müll. (Quelle: foodwastemovie.com/press-kit)

Hintergrundinfo
Ein Drittel aller für den menschlichen Konsum erzeugten Lebensmittel geht weltweit jedes Jahr verloren oder wird verschwendet: rund 1,3 Milliarden Tonnen sind das laut Schätzungen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO. Dafür gibt es viele Ursachen. Überproduktion, optische „Mängel“ der Produkte aufgrund absurder „Qualitäts“vorgaben, mangelnde Wertschätzung und fehlendes Bewusstsein sind einige davon. Je nach Weltregion stellt sich die Situation unterschiedlich dar. In reicheren Ländern gehen rund 40 Prozent der verschwendeten Lebensmittel (ohne die Abfälle aus Landwirtschaft und Fischerei) auf das Konto der Haushalte, unter anderem, weil zu große Mengen eingekauft und gekocht und die Überschüsse entsorgt werden.
Klarerweise müssen auch Lebensmittel, die später entsorgt werden, zunächst einmal erzeugt werden. Dabei werden Wasser, Boden, Energie und andere Ressourcen verbraucht und Treibhausgase erzeugt. Wenn aber Brot, Äpfel und Co am Ende nicht im Magen, sondern in der Tonne landen, war der gesamte Ressourcenverbrauch umsonst. Laut FAO entstehen durch Lebensmittelverschwendung und Lebensmittelverluste jährlich 3,3 Milliarden Tonnen Treibhausgase (CO2-Äquivalente). Im Ranking der größten Treibhausgasproduzenten würde diese Menge nach China und den USA den dritten Platz einnehmen – Lebensmittelverschwendung ist also weit mehr als „nur“ eine Frage der Ethik.

Ziel
Ziel des Projekts ist es, ein Bewusstsein für die Ursachen und Folgen der Lebensmittelverschwendung zu schaffen. Die Jugendlichen reflektieren über die Problematik auf globaler und lokaler Ebene ebenso wie über mögliche Lösungsansätze.

Programm
Ausgangspunkt ist das Experiment von zwei Filmschaffenden, sich ein halbes Jahr lang fast ausschließlich von aussortierten oder bereits entsorgten Lebensmitteln zu ernähren. Im Anschluss an den Dokumentarfilm „Just Eat ItA Food Waste Story“ (Kanada 2014, Regie: Grant Baldwin, OmU) werden Fragen, die im Film angesprochen werden, mit den SchülerInnen vertieft. Auch wird der Blick auf die lokale Realität gerichtet. Anhand zahlreicher Best-Practice-Beispiele werden mögliche Lösungsansätze vorgestellt und diskutiert.

Zielgruppe
1.- 5. Klasse Oberschule und Berufsschule

Sprache
Deutsch, Italienisch
Der Dokumentarfilm in Originalfassung kann mit deutschen oder mit italienischen Untertiteln gezeigt werden.

Dauer
Wahlweise 3 Schulstunden (mit Vertiefung) oder 2 Schulstunden (Kompaktversion)

Zeitraum
November bis Juni

Anmeldung
INFOCONSUM, infoconsum@verbraucherzentrale.it, Telefon: 0471 941465
In Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Südtirol und dem Projekt „Eine gute Gelegenheit – Una Buona Occasione“.

Links zum Thema

Filmtrailer (Originalfassung): foodwastemovie


Kontakt
Umweltbildung
Amba-Alagi-Straße 5, 39100 Bozen
E-Mail: umweltbildung@provinz.bz.it
Tel.: +39 0471 417102