Wasserleben | Workshop

Wasserleben | Workshop
SchülerInnen auf Entdeckung benthischer Kleinlebewesen. (Foto: Biologisches Labor, Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz, 2010)

Hintergrundinfo
Bäche und Flüsse sind vielfältige und faszinierende Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Sauberes Wasser und ökologisch intakte Gewässer sind lebensnotwendig. Die Gewässerqualität (nicht zu verwechseln mit Wasserqualität) kann von Gewässer zu Gewässer stark variieren und sich sogar bei ein und demselben Fluss auf dem Weg von der Quelle zur Mündung ändern. Die Gewässergüte hängt von verschieden Faktoren ab wie z.B. der Gewässerverschmutzung (durch Abwässer sowie Einträge von Schadstoffen wie z.B. durch landwirtschaftliche Düngung), der Gestalt (Morphologie) des Bachbetts (welche natürlich oder durch Verbauungen beeinträchtigt sein kann) und der Wasserführung (welche natürlichen tageszeitlichen und jahreszeitlichen Schwankungen oder durch den Schwallbetrieb der Kraftwerke größeren Schwankungen unterliegt).

Die Tatsache, dass bestimmte Pflanzen und Tiere nur unter bestimmten Bedingungen vorkommen und unterschiedlich auf die Umweltbedingungen reagieren, macht man sich bei der Bestimmung der Gewässerqualität zu Nutze. Mit Hilfe der Anzahl und der Zusammensetzung der in einem Gewässerabschnitt gefundenen Organismen kann man auf den „Gesundheitszustand“ dieses Abschnitts schließen. Diese „Bioindikatoren“ dienen als Zeigerorganismen und geben Einblick, bei welchem Belastungsgrad die Organismen nicht mehr existieren können.

Ziel
Ziel des Projekts ist das Bewusstsein für intakte Gewässerlebensräume zu schärfen. Die Schülerinnen und Schüler lernen die Vielfalt des aquatischen Lebensraums kennen und dass wir Menschen diesen entscheidend prägen.

Programm
In einem geeigneten Bachabschnitt erforschen die Schülerinnen und Schüler die im und am Gewässer lebende Artenvielfalt kennen, nehmen die Nutzung und Eingriffe durch den Menschen wahr und untersuchen den Zustand sowie Veränderungen des Baches. Dazu werden unter fachkundiger Anleitung Kleinlebewesen (Makrozoobenthos) mit Keschern oder Sieben entnommen, in Becherlupen beobachtet und nach bestimmten Merkmalen Tiergruppen zugeordnet. Zudem können auch Kieselalgen am Mikroskop untersucht und ökotoxikologische Tests von Wasserproben durchgeführt werden. Diese Untersuchungsmethoden werden (in einem höheren Detailierungsgrad) tatsächlich auch von Wissenschaftlern angewandt.

Zielgruppe
4. Klasse Grundschule, 2. Klasse Mittelschule, 1.- 5. Klasse Oberschule und Berufsschule

Voraussetzungen

  • Die Klasse muss von mindestens zwei Lehrpersonen begleitet werden.
  • Die Schülerinnen und Schüler sollten Regenstiefel oder zumindest wasserfeste Bergschuhe tragen.
  • Die maximal zulässige Anzahl an Klassen für Oberschulen und Berufsschulen ist auf 10 Klassen begrenzt. Um mehreren Schulen die Teilnahme zu ermöglichen, ist pro Schule nur eine Klasse vorgesehen, es sei denn, bei Anmeldefrist sind Plätze frei.
  • Auf Anfrage sind für Oberschulen und Berufsschulen 2 zusätzliche Stunden in der Klasse vorgesehen.


Sprache
Deutsch, Italienisch

Dauer
3 Schulstunden

Zeitraum
März bis Juni

Anmeldung
Anmeldung und Teilnahmebedingungen

Kontakt
Umweltbildung
Amba-Alagi-Straße 5, 39100 Bozen
E-Mail: umweltbildung@provinz.bz.it
Tel.: +39 0471 417102