Südtiroler Flüsse und Bäche

Hier finden Sie Informationen zur Lage, Geologie und Biologischen Gewässerqualität der wichtigsten Fließgewässer Südtirols.

Passer

Passer

Mit einer Länge von 42 km ist die Passer einer der größten Zuflüsse der Etsch auf Südtiroler Raum. Ihr Einzugsgebiet ist das Passeiertal mit einer Fläche von 428 km². Es reicht von 3481 m (Hoch Wilde) bis hin zu 295 m Meereshöhe an der Mündung in die Etsch (bei Meran). Die bedeutendsten Zuflüsse sind der Pfelderer Bach, der Waltner Bach und der Kalmbach.


Im Oberlauf durchquert die Passer die Gesteine des Schneeberger Zuges. Südlich von Moos fließt sie durch die Paragneise, Orthogneise, Amphibolite und Glimmerschiefer mit eingelagerten Marmoren und Amphiboliten verschiedener ostalpiner Einheiten. An einigen Stellen im Tal gibt es große Moränenablagerungen.


Aus morphologischer Sicht unterscheidet man das Hinter- und das Vorderpasseier; ersteres weist ein stärkeres Gefälle als letzteres auf. Im Hinterpasseier überwiegt die Almwirtschaft. Weiter talauswärts befinden sich im Umland der Passer intensiv bewirtschaftete Wiesen, die im äußeren Teil des Tales dann von Obstplantagen abgelöst werden.


Auch im Einzugsgebiet der Passer wird die Wasserkraft zur Stromerzeugung genutzt: es bestehen zahlreiche kleinere und mittelgroße Kraftwerke an der Passer und an einigen ihrer Zuflüsse. Seit Kurzem wird das Wasser der Passer nun auch zwischen Moos und St. Leonhard für ein Kraftwerk abgeleitet.


Unter den wichtigsten Ortschaften im Passeiertal sind Moos, St. Leonhard, St. Martin und Riffian zu nennen. Die Abwässer werden in der Abwasserreinigungsanlage von St. Martin bzw. von Meran gereinigt. Weiters gibt es eine mechanische Anlage in Rabenstein.

Biologische Gewässergüte (2016)

Der Probenpunkt in der Restwasserstrecke bei den Langwieser Höfen wurde 2016 zum ersten Mal beprobt. Die Makrozoobenthosuntersuchungen ergeben an allen Probestellen eine erste Klasse und bestätigen somit die Ergebnisse der vorhergehenden Untersuchungen. Die Ergebnisse der Kieselalgenuntersuchung hingegen verschlechterten sich von einer ersten auf eine zweite Klasse. Die Untersuchungen des Fischbestandes ergaben für die Passer bei den Langwieser Höfen eine zweite bzw. beim Quellenhof und oberhalb der Mündung jeweils eine dritte Klasse.

Biologische Gewässergüte (2016)
QualitätselementMakrozoobenthosKieselalgenFischeBiologisches Gesamturteil
MethodeSTAR_ICMiICMiISECI

Qualitätszustand: I = sehr gut; II = gut; III = mäßig; IV = unbefriedigend; V = schlecht;


Biologisches Gesamturteil: ausschlaggebend ist das schlechteste Ergebnis der drei Qualitätselemente;

11142 - Restwasserstrecke - Langwieser Höfe I I II II
11150 - bei Quellenhof I II III III
11154 - oberhalb Mündung I II III III

HR

Kontakt: Biologisches Labor