Südtiroler Flüsse und Bäche

Hier finden Sie Informationen zur Lage, Geologie und Biologischen Gewässerqualität der wichtigsten Fließgewässer Südtirols.

Eisack

Eisack

Der Eisack weist eine Länge von 95 km auf und sein Einzugsgebiet erstreckt sich über eine Fläche von rund 4200 km². Er entspringt in der Nähe des Brenners auf einer Höhe von ca. 2000 m und mündet unterhalb von Bozen auf 235 m Meereshöhe in die Etsch. Der höchste Punkt seines Einzugsgebietes ist der Hochfeiler mit einer Höhe von 3509 m. Unter den bedeutendsten Zuflüssen des Eisacks sind Pflerscher Bach, Pfitscher Bach, Ridnauner Bach, Rienz, Villnösser Bach, Grödner Bach, Tierser Bach, Eggentaler Bach und Talfer zu nennen.

Die geologische Zusammensetzung des Eisacktales wird im nördlichen Teil durch Ostalpin und der Schieferhülle des Tauernfensters gekennzeichnet. Unterhalb von Mauls tritt der Brixner Granit zu Tage, im Brixner Raum dominiert Quarzphyllit und im südlichen Teil des Eisacktales herrscht Bozner Quarzporphyr vor. Das Umland des Oberlaufes des Eisacks wird landwirtschaftlich genutzt, der Unterlauf verläuft hingegen in einem sehr engen Talraum, der größtenteils von Straße, Autobahn und Bahn beansprucht wird. Das Wasser des Eisacks wird an mehreren Abschnitten zur hydroelektrischen Stromerzeugung genutzt; zu den bedeutendsten Kraftwerken gehören die Ableitungen von Franzensfeste, Klausen und Waidbruck.

Zu den wichtigsten Ortschaften entlang des Eisacks zählen Sterzing, Brixen, Klausen, Waidbruck und Bozen. Ihre Abwässer werden in den Kläranlagen Wipptal, Brixen, Unteres Eisacktal und Bozen gereinigt.

Biologische Gewässergüte (2011-2017)

Das biologische Gesamturteil des Eisacks entspricht einer zweiten Güteklasse mit Ausnahme des Abschnittes oberhalb Waidbruck, welcher nur eine dritte Klasse erzielt.
Beeinträchtigungen erfährt der Eisack durch die schwankende Wasserführung (Schwallbetrieb), ausgelöst durch Kraftwerke, und durch die fehlende Durchgängigkeit (Aufstauungen in Franzensfeste, Klausen und Waidbruck).

Biologische Gewässergüte (2011-2017)
QualitätselementMakrozoobenthosKieselalgenFischeBiologisches Gesamturteil
MethodeSTAR_ICMiICMiISECI

Qualitätszustand: I = sehr gut; II = gut; III = mäßig; IV = unbefriedigend; V = schlecht;


Biologisches Gesamturteil: ausschlaggebend ist das schlechteste Ergebnis der drei Qualitätselemente;

11202 – oberhalb Gossensass I I II II
11205 – oberhalb Franzensfeste II I II II
11206 – Restwasserstr. Neustift II II II II
11208 – bei Schrambach I II II II
11209 – oberhalb Waidbruck I II III III
11210 – bei Bozen Nord I II II II
11212 – oberhalb Mündung I II II II

HR

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Kontakt: Biologisches Labor