Mineralwasser und besondere Quellen

In Südtirol sind 36 Mineral- und Thermalwasserquellen, sowie Quellen und Grundwasservorkommen mit besonderen chemischen Merkmahlen mittels Beschluss der Landesregierung in ein eigenes Verzeichnis eingetragen. Diese Quellen wurden aus einer langen Reihe ausgesucht, die seit alters her für Bauernbäder und Heilanstalten genutzt wurden oder bereits als Mineralwasser abgefüllt und verkauft wurden.

17. Bad Bergfall - Olang

Bad Bergfall - Gemeinde Olang 1440 m ü.d.M..

Bad Bergfall - Alte und neue Fassung - (Foto: Landesagentur für Umwelt, Amt für Gewässernutzung, 2016)

Bad Bergfall ist wohl eines der ältesten Bäder in Südtirol. Nahe der Schwefelquelle wurden die Reste eines römischen Badebeckens sowie Schmuckstücke und Münzen aus der Zeit der Kaiser Vespasian, Domitian und Titus gefunden. Bad Bergfall war mit seinen 3 Quellen auch ein viel besuchtes Bad der örtlichen Bevölkerung in späterer Zeit. 1734 schrieb der Bozner Arzt Dr. Abmayr ein eigenes Buch über das Bad und seine Heilwirkungen.
Neben einer "Eisenquelle" und einem "Magenwasser" ist die "Schwefelquelle" die Hauptquelle des Bades. Dieses Wasser wird als sehr mineralreich, sulfat-, calcium- und magnesiumhaltig klassifiziert. Es enthält weiters Sulfid, Iod und Spuren von Bor, Barium, Lithium, Selen, Zink, Beryllium, Uran, Nickel und Kobalt. Seine Leitfähigkeit beträgt 2120 µS/cm und die Temperatur des Wassers 7,5 °C.

Wie kommt man zur Quelle?
Von der Pustertaler Staatsstraße zweigt zwischen Bruneck und Welsberg die Straße nach Süden Richtung Olang ab. Dieser entlang fährt man nach Mitterolang und von dort Richtung Geiselsberg/Furkelpass. Nach 4 km von Mitterolang zweigt man in der Ortschaft Gassl nach links ab und fährt noch weitere 2 km entlang des Talgrundes bis man am Talschluss Bad Bergfall erreicht. Die Quelle erreicht man zu Fuß nach etwa 20 Min. auf der Forststraße hinter Bad Bergfall.

LB

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Kontakt: Amt für Gewässernutzung