Abfallvermeidung

Abfall und Boden. Ein kurzer Überblick über die verschiedenen abgeschlossenen Projekte.

Müll in aller Welt

Vor allem die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass sich die Müllproblematik nicht nur auf lokaler Ebene abspielt, sondern weit darüber hinaus. Die von unserer globalisierten Welt vorgegebenen Lösungsansätze sind nicht immer ausreichend.

Müllberg in Brasilien (Autor: H. Wegmann)

Mit dieser Veranstaltung im Jahr 2010 warf die Landesagentur für Umwelt in Zusammenarbeit mit dem Friedenszentrum der Stadt Bozen einen Blick auf die globale Dimension der Abfallwirtschaft und beleuchtete neben dem technischen Aspekt auch die soziale und gesundheitliche Relevanz des Themas.

Während des Vortrags, Beiträge von: Pater Daniele Moschetti u. Heinrich Wegmann.

Daniele Moschetti, Comboni-Missionar in den Fußstapfen von Pater Zanotelli. Er hat in Korogocho in Kenya gearbeitet. Seine Missionsstation befand sich neben der größten Mülldeponie von Nairobi. Er ist Autor des Buches "Il vangelo in discarica". Zurzeit arbeitet er im Sudan.

Heinrich Wegmann, Architekt, arbeitet als Freiberufler in Bozen. Er hat im Jahr 2000 in Brasilien das „Müllvolk" Lixao fotografiert. Es handelt sich dabei um 800 Menschen, die auf dem riesigen Müllberg João Pessoa im Nordosten von Brasilien tagtäglich im Müll nach wieder verwertbaren Materialien suchen, um sie dann zu verkaufen. Ein "Catadore" verdient damit bestenfalls 20 Euro pro Woche. Auf der Mülldeponie João Pessoa leben und arbeiten unter anderen140 Kinder unter 14 Jahren unter miserablen Umständen.

Mehrweg ist Mehrwert

Die Landesagentur für Umwelt unterstützt das Mehrwegprinzip und hat in den Jahren 2008 bis 2010 diesem Thema eine eigene Sensibilisierungskampagne gewidmet.
Die Mehrheit der Südtiroler greift zur Einwegflasche. Das schont den Geldbeutel, schadet aber der Umwelt. Mehrwegsysteme hingegen sind grundsätzlich umweltfreundlicher als Einwegsysteme, da die vielfachen Umläufe der Mehrwegsysteme ein Beitrag zur Schonung begrenzter Ressourcen sind. Mehrwegflaschen sind somit ein konkreter Beitrag zum Umweltschutz, den jeder Einzelne von uns leisten kann.

Plakat mit Logo der Aktion (Quelle: Landesagentur für Umweltschutz)

Wer Mehrwegflaschen kauft, trägt zum Umweltschutz bei.

Das Mehrwegprinzip gilt nicht nur für Flaschen. Auch die Einkaufstasche, die mit ins Geschäft gebracht wird und die Jausenbox für die Schule zählen zu den Mehrwegsystemen und tragen dazu bei, Abfall zu vermeiden.

 

Zum Weiterlesen...

Hintergrundinformationen zu den ökologischen Vorteilen von Mehrwegflaschen liefert das Informationsblatt "Fünf gute Gründe für Mehrwegflachen".
Wer einen Schritt weiter gehen und seinen Einkauf umweltfreundlicher gestalten möchte, findet in den  "11 Tipps für den klimafreundlichen Einkauf" einige Anregungen.

 

 

Wanderausstellung "mehr oder weniger Abfall"

Bei der Wanderausstellung „mehr oder weniger Abfall“ handelt es sich um eine interaktive Ausstellung, welche sich spielerisch mit dem Thema „Ökologischer Rucksack“ auseinandersetzt. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf dem Thema Ressorcenverbrauch und Abfallvermeidung und orientiert sich an der Form eines Wohnhauses. Unter Anleitung eines Logbuches und eines Referenenten besuchen die Schüler die einzelnen Räume des Hauses und lösen vor Ort Arbeitsaufgaben.

Die Ausstellung war von 2002 bis 2010 in Südtirols Schulen unterwegs und bot Schülerinnen und Schülern der Mittelschule und der 4/5 Klasse Grundschule die Möglichkeit, sich mit ihrem Konsumverhalten auseinander zu setzen. Die Ausstellung wurde von über 20.000 Schülern besucht.

Kontakt: Amt für Abfallwirtschaft