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Naturparke: Jahresprogramm genehmigt

Die Landesregierung hat heute (09. Mai) für die sieben Südtiroler Naturparks das Jahresprogramm für 2017 genehmigt.

Naturpark Schlern-Rosengarten

Die Programme sehen insgesamt Ausgaben in der Höhe von 2,1 Millionen Euro vor, wobei 223.000 Euro auf den Naturpark Schlern-Rosengarten entfallen, 432.000 Euro auf den Naturpark Texelgruppe, 389.000 Euro auf den Naturpark Puez-Geisler, 335.000 Euro auf den Naturpark Fanes-Senes-Prags, 155.000 Euro auf den Naturpark Trudner Horn, 264.000 Euro auf den Naturpark Drei Zinnen und 326.000 Euro auf den Naturpark Rieserferner-Ahrn.

Diese Programme wurden von den Führungsausschüssen der Naturparks vorgeschlagen. Der Direktor des Amtes für Naturparke, Enrico Brutti, erklärt dazu: "In den Führungsausschüssen sind die lokalen Verwaltungen ebenso wie die Land- und Forstwirtschaft und die Umweltschutzverbände vertreten. Auf diese Weise sind bei allen Entscheidungen die Interessensvertreter miteinbezogen, gleichzeitig ist eine größtmögliche Transparenz gewährleistet."

Für das Dolomiten UNESCO Welterbe wurden rund 165.000 Euro zweckbestimmt, für Erhaltungsmaßnahmen von Natura-2000-Gebieten, die unter besonderem Schutz stehen, sieht das Jahresprogramm 652.000 Euro vor (wobei dieses Programm über EU-Mittel finanziert wird). Weitere Gelder sind ordentlichen und außerordentlichen Instandhaltungsarbeiten vorbehalten sowie für Naturparkhäuser, Naturparkbetreuer, naturkundliche Wanderungen, Öffentlichkeitsarbeit und Studien.

Die Höhe der Landschaftspflegeprämien in den Naturparks beläuft sich auf 743.500 Euro. Davon stammen 484.000 Euro aus EU-Fördermaßnahmen. Die Landschaftspflegeprämien werden für die Erhaltung des traditionellen Landschaftsbildes und der biologischen Vielfalt ökologisch wertvoller Lebensräume ausbezahlt. Gefördert wird die Erhaltung von Magerwiesen und Niedermoorwiesen, artenreichen Bergwiesen, Schilfflächen, bestockten Wiesen und Weiden, Kastanienhainen und Streuobstwiesen. Diese Prämien sind außerdem für den Verzicht auf eine landwirtschaftliche Nutzung der Moore und Auwälder sowie für die Erhaltung der Hecken vorgesehen.

Die Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung gewährt außerdem Beiträge für die Erhaltung und Aufwertung traditioneller Kulturlandschaften, die sogenannten Landschaftspflegebeiträge. Insgesamt sind dafür 250.000 Euro vorgesehen. Gefördert werden  traditionelle Schindel- und Strohdächer, Holzzäune und Waale, Trockenmauern, Zeugnisse bäuerlicher Architektur und traditioneller Bewirtschaftungsformen.

Umweltlandesrat Richard Theiner zeigte sich erfreut und zufrieden darüber, dass die Naturparke auch weiterhin mit konkreten Projekten ihren Beitrag zur Erhaltung der Naturlandschaft und zur Sensibilisierung der Bevölkerung leisten können. 

FP