Steckbriefe: allergene Pflanzen

Die Hasel (Corylus avellana) ist im Allgemeinen ein bis zu 6 m hoher, aufrechter, vielfach schon vom Boden aus verzweigter Strauch. Sie wächst im Unterholz der Laub- und Nadelwälder bis auf 1700 m, wird aber aufgrund der essbaren Früchte auch häufig kultiviert oder als Heckenpflanze angepflanzt. Die Blätter fühlen sich rauh an, sie sind unterseits auf den Blattnerven behaart. Die männlichen Blüten sind in gelben, hängenden, bis 8 cm langen Kätzchen angeordnet. Die weiblichen Blüten sind sehr klein und in knospenähnlichen Gruppen zusammengefasst, aus denen nur die roten Narben hervorragen. Die Bestäubung erfolgt im Zeitraum Februar bis März. Die Pollen werden als sehr aggressiv eingestuft.

Abbildungen der Pflanze und der Pollenkörner

Hasel in Blüte - Villnöss (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2008)
Hasel in Blüte - Villnöss (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2008)
männliche Blütenkätzchen der Hasel (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2011)
männliche Blütenkätzchen der Hasel (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2011)
Haselnüsse in ihren Hüllblättern (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2009)
Haselnüsse in ihren Hüllblättern (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2009)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Pollen der Hasel (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2002)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Pollen der Hasel (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2002)

Die Erle (Alnus sp.) wächst vor allem auf feuchten Böden. In unserer Region kommen drei Arten vor: Die Schwarzerle (Alnus glutinosa) - ein wichtiger Vertreter der Auwälder - säumt die Flüsse der Talsohle und steigt bis auf 800 m Meereshöhe hinauf. Die Grünerle (Alnus viridis) bestimmt die subalpinen Gebüsche zwischen 1600 und 2200 m. Die Grauerle (Alnus incana) kommt auf durchnässten Böden bis auf 1300 m vor. Die Blätter sind gestielt und am Rande gesägt, die Blattspreite ist bei der Schwarzerle breit abgerundet, bei der Grün- und Grauerle zugespitzt. Die männlichen Blüten sind in gelb-bräunlichen, hängenden, 5 bis 15 cm langen Kätzchen vereint. Die weiblichen Blüten sind in eiförmigen Blütenständen angeordnet, die nach der Fruchtbildung verholzen (zapfenartige Gebilde). Die Blütezeit der Schwarz- und Grauerle beginnt bereits im Winter, jene der Grünerle im Spätfrühling. Erlen-Pollen gelten als sehr aggressiv.

Abbildungen der Pflanze und der Pollenkörner

Schwarz-Erle längs der Etsch (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2010)
Schwarz-Erle längs der Etsch (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2010)
Blütenkätzchen der Schwarz-Erle (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2013)
Blütenkätzchen der Schwarz-Erle (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2013)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Pollen der Schwarz-Erle (Foto: Landesagentur für Umwelt, V. Kofler, 2002)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Pollen der Schwarz-Erle (Foto: Landesagentur für Umwelt, V. Kofler, 2002)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Pollen der Schwarz-Erle (Foto: Landesagentur für Umwelt, V. Kofler, 2002)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Pollen der Schwarz-Erle (Foto: Landesagentur für Umwelt, V. Kofler, 2002)

Die Zypressengewächse besiedeln verschiedenste Lebensräume. Einige Arten kommen spontan vor, andere werden als Zierpflanzen verwendet. Es handelt es sich um Sträucher und Bäume mit reich verzweigtem Wuchs und nadelförmigen oder schuppenförmigen Blättern. Die meisten Gattungen bilden holzige Zapfen, lediglich der Wacholder besitzt fleischige Beerenzapfen. Zypresse (Cupressus), Wacholder (Juniperus) und Lebensbaum (Thuja) gehören zu den bekanntesten Gattungen. In Parkanlagen, Friedhöfen oder privaten Gärten werden auch Weihrauchzeder (Calocedrus decurrens), Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana), Mammutbaum (Sequoia, Metasequoia, Sequoiadendron) und Sicheltanne (Cryptomeria japonica) angepflanzt.

Die Pollen der Zypressengewächse werden über eine sehr langen Zeitraum in der Luft festgestellt. Erste Pollen fliegen bereits im Jänner, der Hauptpollenflug wird in den darauffolgenden Monaten beobachtet. Die Pollen der verschiedenen Gattungen lassen sich am Lichtmikroskop kaum voneinander unterscheiden. Auch die Eibe (Taxus baccata) besitzt sehr ähnliche Pollen. Sie gehört zur Familie der Eibengewächse und blüht im März- April.
Die Pollen der Zypressengewächse gelten im Allgemeinen als mäßig allergen, in manchen Fällen werden sie als stark allergen eingestuft. Vor allem Zypressen-Pollen gelten als Verursacher von allergischen Beschwerden.

Abbildungen der Pflanze und der Pollenkörner

Männliche Blütenstände des Gemeinen Wacholders, Juniperus communis (Foto: Landesagentur für Umwelt, Edith Bucher, 2006)
Männliche Blütenstände des Gemeinen Wacholders, Juniperus communis (Foto: Landesagentur für Umwelt, Edith Bucher, 2006)
Blaue Scheinbeeren des Wacholders (Foto: Landesagentur für Umwelt, Edith Bucher, 2011)
Blaue Scheinbeeren des Wacholders (Foto: Landesagentur für Umwelt, Edith Bucher, 2011)
Männliche Blütenstände der Kalifornischen Weihrauchzeder, Calocedrus decurrens (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2013)
Männliche Blütenstände der Kalifornischen Weihrauchzeder, Calocedrus decurrens (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2013)
kugeliger Zapfen und männliche Blüten der Arizona-Zypresse, Cupressus arizonica (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2011)
kugeliger Zapfen und männliche Blüten der Arizona-Zypresse, Cupressus arizonica (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2011)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Pollen der Mittelmeer-Zypresse, Cupressus sempervirens (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2002)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Pollen der Mittelmeer-Zypresse, Cupressus sempervirens (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2002)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Pollen des Gemeinen Wacholders, Juniperus communis (Foto: Landesagentur für Umwelt, V. Kofler, 2004)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Pollen des Gemeinen Wacholders, Juniperus communis (Foto: Landesagentur für Umwelt, V. Kofler, 2004)

Die Pappel (Populus sp.) kommt an feuchten Standorten, entlang von Flüssen und Seen und in Wäldern vor, sie wird auch in Parkanlagen und Gärten angepflanzt. Dieser laubwerfende Baum mit heller Rinde erreicht eine Höhe von 25-30 m. Männliche und weibliche Blüten befinden sich in kätzchenförmigen Blütenständen auf verschiedenen Individuen. Die Frucht, eine Kapsel, enthält zahlreiche mit einem hellen Haarschopf ausgestattete Samen. Die Blüte erfolgt gegen Winterende bzw. zu Frühlingsanfang. Die Pollen gelten als mäßig aggressiv.

Abbildungen der Pflanze und der Pollenkörner

männliche Blütenkätzchen der Silber-Pappel (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2010)
männliche Blütenkätzchen der Silber-Pappel (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2010)
männliche Blütenkätzchen der Zitter-Pappel (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2012)
männliche Blütenkätzchen der Zitter-Pappel (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2012)
Die aufspringenden Kapselfrüchte der Pappel entlassen zahlreiche Samen mit weißen Samenhaaren (Pappelwolle); (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2011)
Die aufspringenden Kapselfrüchte der Pappel entlassen zahlreiche Samen mit weißen Samenhaaren (Pappelwolle); (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2011).
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Pollen der Pappel (Foto: Landesagentur für Umwelt, V. Kofler, 2003)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Pollen der Pappel (Foto: Landesagentur für Umwelt, V. Kofler, 2003)

Zu den Weiden (Salix spp.) gehören Bäume, Sträucher und niederliegende Spaliersträucher. Die Weiden kommen von der Tallage bis ins Hochgebirge vor, sie sind häufig in feuchten Wäldern und in Ufergebüschen. Männliche und weibliche Blütenstände sind kätzchenförmig und befinden sich auf getrennten Individuen. Die kleinen Kapselfrüchte enthalten Samen mit einem Haarschopf, der die Samenverbreitung begünstigt. Die Blüte erfolgt zu Frühlingsbeginn. Die Aggressivität der Pollen ist mäßig.

Abbildungen der Pflanze und der Pollenkörner

Trauerweide in Blüte (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2013)
Trauerweide in Blüte (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2013)
Weidenzweig in Blüte (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2009)
Weidenzweig in Blüte (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2009)
Die Weide dient den Bienen sowohl Pollen- als auch als Nektarquelle (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2009).
Die Weide dient den Bienen sowohl Pollen- als auch als Nektarquelle (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2009).
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Pollen der Weide (Foto: Landesagentur für Umwelt, V. Kofler, 2003)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Pollen der Weide (Foto: Landesagentur für Umwelt, V. Kofler, 2003)

Die Birke (Betula sp.) wächst in feuchten Wäldern, in Nadelwäldern und subalpinen Buschwäldern, sie wird aber auch in Parkanlagen und Gärten häufig angepflanzt. Der bis zu 30 m hohe Laubbaum besitzt einen aufrechten Stamm mit charakteristischer weißer, in Querstreifen abblätternder Rinde. Die einfachen, dreieckig-rhombischen Blätter sind doppelt gezähnt und zugespitzt. Die männlichen Blüten sind in gelb-grünlichen, 3-6 cm langen, hängenden Kätzchen angeordnet, die weiblichen Blüten sind in kleineren, aufrecht oder hängenden, etwa 1-3 cm langen, hellgrünen Kätzchen vereint. Die Früchte sind klein und zweiflügelig. Die Blüte erfolgt gleichzeitig mit dem Blattaustrieb im Zeitraum von März bis Mai. Birkenpollen gelten als außerordentlich aggressiv.

Abbildungen der Pflanze und der Pollenkörner

Hängebirke (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2007)
Hängebirke (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2007)
Männliche Blütenkätzchen der Birke (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2010)
Männliche Blütenkätzchen der Birke (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2010)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Birken-Pollen (Foto: Landesagentur für Umwelt, V. Kofler, 2002)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Birken-Pollen (Foto: Landesagentur für Umwelt, V. Kofler, 2002)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Birken-Pollen (Foto: Landesagentur für Umwelt, V. Kofler, 2002)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Birken-Pollen (Foto: Landesagentur für Umwelt, V. Kofler, 2002)

Die Hopfenbuche (Ostrya carpinifolia) erreicht eine Höhe von 15-18 m. Sie wächst in Busch- und Laubwäldern bis auf 1000 m. Die Blätter besitzen 12 bis 15 Seitennervenpaare, sie sind gesägt und behaart, insbesondere die Blattoberseite. Die männlichen Blütenstände werden von bis zu 5 cm langen, gelbgrünlichen Kätzchen gebildet; die weiblichen sind sehr klein und mit Hochblättern ausgestattet, die sich vergrößern und später die Frucht umhüllen. Die Blüte erfolgt zu Frühlingsbeginn. Die Pollen der Hopfenbuche werden als sehr allergieauslösend eingestuft.

Abbildungen der Pflanze und der Pollenkörner

Hopfenbuche in Blüte (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2010)
Hopfenbuche in Blüte (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2010)
männliche Blütenkätzchen der Hopfenbuche (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2010)
männliche Blütenkätzchen der Hopfenbuche (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2010)
Fruchtstände der Hopfenbuche (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2009)
Fruchtstände der Hopfenbuche (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2009)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Pollen der Hopfenbuche (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2002)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Pollen der Hopfenbuche (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2002)

Die Gemeine Esche (Fraxinus excelsior) gehört zur Familie der Ölbaumgewächse. Sie besitzt eine elegante, emporstrebende Wuchsform und kann 30 bis 40 m hoch werden. Die hellgraue Rinde weist dunkle Längsrisse auf. Dieser Baum wächst in Laub- und Nadelmischwäldern, häufig wird er auch angepflanzt. Er bevorzugt feuchte Schluchtwälder und Standorte nahe an Fließgewässern. Die Blätter sind im allgemeinen aus 9-11 Teilblättchen zusammengesetzt. Die weiblichen und männlichen Blütenorgane befinden sich entweder in getrennten Blütenständen an derselben Pflanze oder auf verschiedenen Individuen, es werden aber auch Zwitterblüten ausgebildet. Die kleinen, unscheinbaren, purpurfarbenen Blüten sind in Rispen angeordnet und erscheinen vor dem Blattaustrieb. Im Frühjahr sind sie in charakteristischen schwarzen Knospen eingeschlossen. Bei den Früchten handelt es sich geflügelte, lanzettförmige Nüsse. Die Gemeine Esche blüht im Frühjahr, ihre Pollen können Beschwerden verursachen.

Abbildungen der Pflanze und der Pollenkörner

 männliche Blütenstande der Gemeinen Esche mit dunkelroten Staubblättern (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2008)
männliche Blütenstande der Gemeinen Esche mit dunkelroten Staubblättern (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2008)
Die Blütenstände der Gemeinen Esche öffnen sich vor dem Blattaustrieb (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2007)
Die Blütenstände der Gemeinen Esche öffnen sich vor dem Blattaustrieb (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2007)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Pollen der Gemeinen Esche - Pollen im optischen Schnitt (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2002)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Pollen der Gemeinen Esche - Pollen im optischen Schnitt (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2002)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Pollen der Gemeinen Esche - Oberfläche mit genetztem Muster (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2002)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Pollen der Gemeinen Esche - Oberfläche mit genetztem Muster (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2002)

Die Eiche (Quercus sp.) kommt in Laub- und Buschwäldern bis auf 1200 m vor. Dieser Baum wird bis zu 30 m hoch, seine graubraune Rinde besitzt mehr oder weniger ausgeprägte Risse. Die meisten Arten verlieren ihr Laub im Winter, es gibt aber auch wintergrüne Arten. Die Blüten sind eingeschlechtlich: die männlichen Blüten sind in lockerblütigen Kätzchen angeordnet, die weiblichen Blüten sind einzeln oder in Gruppen zu 2-5 vereint. Die Frucht (Eichel) ist am Grund von einem Fruchtbecher umhüllt. Die Blütezeit erstreckt sich von April bis Mai. Die Pollen der Eiche werden als mäßig aggressiv eingestuft.

Abbildungen der Pflanze und der Pollenkörner

männliche Blütenkätzchen der Stiel-Eiche (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2013)
männliche Blütenkätzchen der Stiel-Eiche (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2013)
männliche Blütenkätzchen der Rot-Eiche (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2012)
männliche Blütenkätzchen der Rot-Eiche (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2012)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Pollen der Flaum-Eiche - Pollen im optischen Schnitt (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2002)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Pollen der Flaum-Eiche - Pollen im optischen Schnitt (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2002)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Pollen der Flaum-Eiche - Oberflächenansicht (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2002)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Pollen der Flaum-Eiche - Oberflächenansicht (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2002)

Die Manna-Esche (Fraxinus ornus), ein Vertreter der Ölbaumgewächse, ist ein kleiner bis zu 10 m hoher Baum mit dunkelgrauer bis schwärzlicher, glatter Rinde. Sie besiedelt Gebüsche und lichte Wälder der submediterranen Zone, kommt häufig in der Voralpenzone vor und dringt längs der Haupttäler bis in die Zentralalpen vor. Im Allgemeinen steigt sie nicht über 600 m hinauf. Die Blätter, bestehend aus 5-9 gesägten Teilblättchen, sind von sehr variabler Form und Größe. Die zwittrigen Blüten sind in aufrechten, weißlichen, duftenden Rispen vereint. Die Frucht ist eine geflügelte, elliptisch-spatelförmige Nuss. Die Mannaesche blüht gegen Ende des Frühlings, ihre Pollen können Beschwerden verursachen.

Abbildungen der Pflanze und der Pollenkörner

 Manna-Esche in Blüte (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2006)
Manna-Esche in Blüte (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2006)
rispenartige Blütenstände der Manna-Esche (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2011)
rispenartige Blütenstände der Manna-Esche (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2011)
Blütenstand der Manna-Esche (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2010)
Blütenstand der Manna-Esche (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2010)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Pollen der Manna-Esche (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2002)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Pollen der Manna-Esche (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2002)

Diese Familie umfaßt vorwiegend krautige Pflanzen. Die Süßgräser (Poaceae, Gramineae) sind weltweit vertreten, kommen in allen Höhenstufen vom Meer bis ins Gebirge vor. Außerdem bestimmen sie gesamte Lebensräume wie Savannen und Steppen. Die ökologische Bedeutung dieser Pflanzen ist immens. Der Anbau von Getreide garantiert seit Jahrtausenden die Ernährung des Menschen.
Die Süßgräser sind durch einen stielrunden, hohlen, in Knoten und Internodien gegliederten Stengel charakterisiert. Die Blätter sind linealisch und parallelnervig, an ihrer Basis sind eine Blattscheide und ein Blatthäutchen ausgebildet. Die Blüten sind in Ährchen angeordnet, die ihrerseits zu ährigen, traubigen oder rispigen Gesamtblütenständen zusammentreten. Die Frucht wird als Karyopse bezeichnet. Die Pollen werden von Frühjahr bis Herbst in der Pollenfalle nachgewiesen, sie gelten als sehr aggressiv.

Abbildungen der Pflanzen und der Pollenkörner

aufgeblühtes Süßgras (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2009)
aufgeblühtes Süßgras (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2009)
Knäuelgras in Blüte (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2009)
Knäuelgras in Blüte (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2009)
Wiese mit Süßgräser (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2010)
Wiese mit Süßgräser (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2010)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Pollen des Knäuelgrases (Foto: Landesagentur für Umwelt, V. Kofler, 2003)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Pollen des Knäuelgrases (Foto: Landesagentur für Umwelt, V. Kofler, 2003)

Sowohl das Glaskraut (Parietaria sp.) als auch die Brennnessel (Urtica sp.) gehören dieser Pflanzenfamilie an, ihre Pollen können jedoch am Lichtmikroskop nicht voneinander unterschieden werden. Es handelt sich um häufig verbreitete, ein- oder mehrjährige krautige Pflanzen, die in Mauerritzen, an Ruderalstandorten, auf Schuttplätzen, an Straßenrändern, auf Feldern und feuchten Waldstandorten wachsen. Die Blätter der Großen Brennnessel (Urtica dioica) sind gegenständig, gestielt, eiförmig, zugespitzt und gesägt. Die gesamte Pflanze ist von Brennhaaren bedeckt. Die männlichen und weiblichen Blüten sind in rispenartigen Blütenständen auf verschiedenen Individuen angeordnet.
Das Aufrechte Glaskraut (Parietaria officinalis) und das Ausgebreitete Glaskraut (Parietaria judaica) besitzen wechselständige, eiförmige, zugespitzte Blätter ohne Brennhaare. Die kleinen Blüten sind in kugeligen Büscheln vereint. Die Blütezeit der Brennnesselgewächse erstreckt sich über einen sehr langen Zeitraum vom Frühjahr bis in den Herbst. Die Pollen des Glaskrautes sind als häufige Heufiebererreger von großer Bedeutung.

Abbildungen der Pflanze und der Pollenkörner

 Glaskraut mit Blütenständen (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2007)
Glaskraut mit Blütenständen (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2007)
Brennnessel mit Blütenständen (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2008)
Brennnessel mit Blütenständen (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2008)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Glaskraut-Pollen (Foto: Landesagentur für Umwelt, V. Kofler, 2004)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Glaskraut-Pollen (Foto: Landesagentur für Umwelt, V. Kofler, 2004)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Brennnessel-Pollen (Foto: Landesagentur für Umwelt, V. Kofler, 2003)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Brennnessel-Pollen (Foto: Landesagentur für Umwelt, V. Kofler, 2003)

Die Edelkastanie (Castanea sativa) siedelt in Mischwäldern oder Reinbeständen der kollinen und submontanen Stufe. Dieser bis zu 30 m hohe Baum mit graubrauner, rissiger Rinde wird wegen seiner essbaren Früchte oder als Parkbaum auch angepflanzt. Die großen, länglichen Blätter haben einen scharf gezähnten Blattrand. Die gelblichen, männlichen Blüten sind in aufrechten, etwa 5-15 cm langen Kätzchen angeordnet, die grünlichen, weiblichen Blüten befinden sich am Grund der männlichen Kätzchen. Die Früchte werden in Gruppen (1 bis 6 Kastanien) von einer stacheligen Hülle umgeben. Die Edelkastanie blüht zu Sommerbeginn, ihre Pollen spielen als Heufiebererreger eine untergeordnete Rolle.

Abbildungen der Pflanze und der Pollenkörner

Edelkastanie in Blüte (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2009)
Edelkastanie in Blüte (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2009)
männliche Blütenstände der Edelkastanie (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2009)
männliche Blütenstände der Edelkastanie (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2009)
Kastanienigel (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2006)
Kastanienigel (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2006)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Pollen der Edelkastanie (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2002)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Pollen der Edelkastanie (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2002)

Der krautige bis zu 1 m hohe Beifuß (Artemisia sp.) ist auf Ödland, auf trockenen Böden, an Ruderalstandorten und an Straßenrändern häufig vertreten. Die unteren Blätter sind meist fiederteilig, gestielt oder ungestielt, die obersten sind sehr klein und schmal lanzettlich. Die Blüten sind in kugeligen bis eiförmigen Blütenständen vereint, die ihrerseits in pyramidenförmigen Rispen angeordnet sind. Der Beifuß blüht gegen Ende des Sommers und seine Pollen gelten als sehr aggressiv.

Abbildungen der Pflanze und der Pollenkörner

Blütenstand des Beifußes (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2010)
Blütenstand des Beifußes (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2010)
Blütenköpchen von Wermut (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2010)
Blütenköpchen von Wermut (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2010)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Beifuß-Pollen (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2002)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Beifuß-Pollen (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2002)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Beifuß-Pollen (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2002)
lichtmikroskopische Aufnahme von mit Fuchsin gefärbten Beifuß-Pollen (Foto: Landesagentur für Umwelt, E. Bucher, 2002)

Kontakt: Biologisches Labor