Methode

Methode
Hylocomium splendens (Foto: Landesagentur für Umwelt, 2011)

Beim Monitoringprogramm "European surveys of heavy metal accumulation in mosses“ (Externer Link) an dem das Biologische Labor teilnimmt, werden Moose gesammelt und auf Schadstoffe analysiert. Gewisse Moosarten – in Südtirol wird das Stockwerkmoos Hylocomium splendens verwendet - eignen sich besonders gut dafür.

Besammlung und Aufarbeitung

Besammlung und Aufarbeitung
Probenstelle (Foto: Landesagentur für Umwelt, 2011)

Das Biologische Labor führt die Besammlung an den 20 Probenpunkten in Südtirol durch.
Jeder Sammelpunkt sollte mindestens drei Meter vom nächsten Baum entfernt sein. Größere Waldlichtungen eignen sich daher gut für die Besammlung. Der Probenpunkt muss weit genug von Straßen, Industrien und Siedlungen entfernt liegen, um lokale Einflüsse auszuschließen. Die Forstbehörde half beim Auffinden von geeigneten Sammelstellen in Südtirol.
In einem Erhebungsprotokoll werden neben den Koordinaten die wichtigsten Merkmale des Probenpunktes festgehalten.

An jedem Sammelpunkt werden Moose gesammelt und in einem PVC-Säckchen ins Labor gebracht. Im Labor muss jede Verunreinigung durch metallische Gegenstände vermieden werden. Die Moosproben werden von Humus, Nadeln und anderem Detritus gereinigt. Anschließend werden sie getrocknet und gemahlen.
Die weiteren Schritte erfolgen im Labor für Wasseranalysen und Chromatographie. Die Analyse der verschiedenen Metalle erfolgt meist mit dem Massenspektrograph und in einigen Fällen mit der Atomabsorptionsspektralphotometrie. Der Stickstoff wird hingegen vom Labor für Agrikulturchemie am Versuchszentrum Laimburg (Externer Link) analysiert. Vor Beginn der Messungen wurde eine Interkalibration mit den anderen europäischen Teilnehmern (Externer Link) durchgeführt.

Kontakt: Biologisches Labor