Aktiv für gute Luft

Aktiv für gute Luft
Logo der Initiative (Gestaltung: Agentur Flora & Partner, im Auftrag der Landesagentur für Umwelt, 2006)

Für eine bessere Luft in unseren Städten

Spätestens seit dem Aufflammen des Dieselabgasskandals sind Stickoxid-Emissionen in den Fokus der öffentlichen Diskussionen gerückt. Dieses farb- und geruchslose Gas ist in erhöhter Konzentration gesundheitsgefährdend. Von dieser Problematik besonders betroffen sind urbane Räume und Gebiete, welche von stark befahrenen Straßen durchzogen werden. Es ist vor allem der Autoverkehr und insbesondere der Dieselmotor die größte Schadstoffquelle.

In den Mobilitätsbereich einzugreifen ist eine große Herausforderung. Dennoch gilt es Maßnahmen zu treffen, um in den betroffenen Gebieten die Grenzwerte einzuhalten.

Ausgearbeitet wurde das NO2-Programm zusammen mit den Gemeinden und den Wirtschafts- und Umweltverbänden. Es wurde am 31. Juli 2018 von der Landesregierung genehmigt. Jetzt gilt es die erforderlichen Maßnahmen umzusetzen. Alle beteiligten Partner sind nun gefordert, gemeinsam diese Herausforderung anzugehen.

Aktiv für gute Luft” ist eine Informationskampagne, welche die Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität auf Landesebene begleitet. Im Jahr 2007 wurde die Kampagne ins Leben gerufen, da in unserem Lande die Feinstaubwerte über den gesetzlichen Grenzwerten lagen. Heute ist das Feinstaubproblem (PM10) größtenteils gelöst. Heute bereiten uns die Stickoxidemissionen Schwierigkeiten und es ist notwendig, die NO2-Konzentrationen in der Luft zu senken.

Fahrverbote

Die Landesregierung hat landesweit gültige, einheitliche Kriterien für die Anwendung von Fahrbeschränkungen festgelegt.
Die Fahrbeschränkungen werden von den jeweiligen Bürgermeistern erlassen und gelten in der Regel ganzjährig:
- an Werktagen (ausgeschlossen sind Samstag, Sonntag und Feiertage)
- von 7.00 bis 10.00 und von 16.00 bis 19.00 Uhr.

Die Gemeinden können diese Kriterien jedoch in bestimmten Situationen ausweiten (z.B. erhöhtes Verkehrsaufkommen bei Weihnachtsmärkten).

Fristen für das Inkrafttreten von Fahrbeschränkungen für bestimmte Fahrzeugkategorien
Da Fahrbeschränkungen nur angewendet werden sollten, wenn die anderen Maßnahmen nicht ausreichen, ist deren Einführung den Gemeinden überlassen.
Entscheidet sich eine Gemeinde für die Einführung von Maßnahmen, kommen folgende Fahrbeschränkungen zur Anwendung.

Ab dem 01.07.2019
- Alle Fahrzeuge der Euroklasse 0 und 1;
- Dieselfahrzeuge bis Euroklasse 3;
Ab dem 01.01.2021
- Alle Fahrzeuge der Euroklasse 0 und 1;
- Dieselfahrzeuge bis Euroklasse 4;
Ab dem 01.01.2023
- Alle Fahrzeuge der Euroklasse 0 und 1;
- Dieselfahrzeuge bis Euroklasse 5.

Von den Fahrbeschränkungen ausgenommen sind:
Benzinfahrzeuge ab Euroklasse 2, Gas betriebene Fahrzeuge (LPG und Erdgas), Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t, Motorräder und Mopets, Bau- und landwirtschafliche Maschinen. Für weitere Ausnahmen siehe die jeweiligen Gemeindeverordnungen.


Zurzeit gelten in den Gemeinden Bozen und Brixen folgenden Fahrbeschränkungen:

Fahrbeschränkungen - Bozen

Fahrbeschränkungen - Brixen

 

Weitere Maßnahmen der Gemeinden zur Verkehrsregelung:

VBZ St. Jakob/Leifers

 

Fahrzeug: Überprüfe die EURO-Klasse und Betriebsart

Alternative Mobilitätsangebote

Die gefährlichen Stickstoffoxide vermeiden und doch mobil bleiben, das ist die Herausforderung. Um die Bevölkerung zu sensibilisieren und den Kauf von umweltfreundlichen Fahrzeugen zu fördern, hat die Autonome Provinz Bozen mehreren Initiativen gestartet.

Auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen

Öffentliche Verkehrsmittel, wie Zug und Bus sind eine gute Alternative. Im Portal der öffentlichen Verkehrsmittel finden Sie sämtliche Fahrpläne der öffentlichen Verkehrsmittel.

Green mobility

Green Mobility ist eine von STA AG koordinierte Aktion zur Förderung der E-Mobilität und des Fahrradverkehrs.

Eppan - Mobilität für Pendler

"Nachhaltige Mobilität für Eppaner Pendler“ ist ein 3-Jahres-Projekt, welches von der Abteilung Mobilität der Autonomen Provinz Bozen mitfinanziert wird.

Förderung für den Kauf von Elektrofahrzeugen
Mit Beschluss Nr. 1003 vom 19.09.2017 hat die Landesregierung die Kriterien zur Gewährung von Beiträgen für den Ankauf von Elektrofahrzeugen festgelegt. Weitere Informationen unter folgenden Link

Förderung von Ladesystemen
Mit Beschluss der Landesregierung Nr. 1387 vom 12.12.2017 wurden die Kriterien zur Gewährung von Beiträgen für Ladesysteme für E-Fahrzeuge festgelegt. Weitere Informationen unter folgenden Link

Beiträge zur Entwicklung der Elektromobilität in Südtirol
Mit Beschluss der Landesregierung Nr. 71 vom 30.01.2018 wurden die Kriterien zur Förderung der Entwicklung der nachhaltigen Mobilität in Südtirol, insbesondere der Elektromobilität, festgelegt. Weitere Informationen unter folgenden Link

Beiträge zur Förderung des Schienentransports
Mit Beschluss der Landesregierung Nr. 655 vom 13.06.2017 wurden die Kriterien zur Förderung des kombinierten und nicht kombinierten Schienentransports festgelegt. Weitere Informationen unter folgenden Link

Die Autonome Provinz Bozen gewährt Steuerbefreiungen für folgende Fahrzeuge:
- GPL/Methan betriebene Fahrzeuge
- Elektrofahrzeuge
- Fahrzeuge, die mit Hybridantrieb Elektro/Verbrennungsmotor oder mit Wasserstoffantrieb ausgerüstet sind

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der Südtiroler Einzugsdienste .


 

Kontakt: Amt für Luft und Lärm