FAQ - häufige Fragen

Fragen und Antworten zur verbrauchsabhängigen Heizkostenverteilung in Südtirol

Allgemeine Fragen und Antworten:

  1. Wurde der Termin, innerhalb welchem die verbrauchsabhängige Heizkostenabrechnung zur Anwendung kommen muss, verlängert?
    Die Frist für den verpflichtenden Einbau von Systemen zur verbrauchsabhängigen Erfassung des Energiebedarfs wurde bis zum 31. Dezember 2016 verlängert.
  2. Gibt es Strafen, wenn die Arbeiten nicht gemacht werden?
    Die EU-Richtlinie 2009/28/EG sieht Strafen vor, welche demnach auch zur Anwendung kommen müssen.
  3. Muss ein Wärmemengenzähler für die Warmwasserproduktion installiert werden?
    Wird Wärme für Heizung- und Warmwasser von einem und demselben Wärmeerzeuger (Heizkessel) bereit gestellt, so muss, sofern technisch möglich, mindestens warmwasserseitig (vor dem Warmwasserspeicher oder Boiler) ein Wärmemengenzähler installiert werden.
  4. Muss zusätzlich zum vorgeschriebenen Wärmemengenzähler für die Warmwasserbereitung auch auf der Heizungsleitung ein Wärmemengenzähler installiert werden?
    Der Einbau eines Wärmemengenzählers ist heizungsseitig nicht vorgeschrieben, sollte aber aus Gründen der Vollständigkeit eingebaut werden, um die Aufteilung der Heizungs- und Warmwasserspesen genauer vornehmen zu können. Zudem kann die Effizienz des Wärmeerzeugers (Heizkessel) laufend überprüft werden.
  5. Müssen im Zusammenhang mit der verbrauchsabhängigen Heizkostenabrechnung auch Warmwasserzähler installiert werden?
    Wenn technisch möglich, müssen auch Warmwasserzähler installiert werden.
  6. Besteht die Pflicht, im Heizraum die alte Heizungspumpe gegen eine neue elektronische Pumpe zu ersetzen?
    Es besteht nicht die Pflicht, regelbare Pumpen einzubauen, es wird aber aufgrund der auftretenden technischen Probleme (Pfeifen der Ventile durch zu hohen Durchfluss) meistens notwendig sein. Dies ist allein schon aus Energieeinspargründen sinnvoll, der elektrische Stromverbrauch verringert sich nämlich signifikant. Grund: Die Leistung einer geregelten Pumpe passt sich automatisch dem Volumenstrom im Heizkreis an, dieser ändert sich nämlich wenn die Thermostatventile bei geringerem Heizwärmebedarf progressiv schließen.

Fragen und Antworten zum Einbau der Geräte (Heizkostenverteiler)

  1. Wie genau sind die Messwerte der Heizkostenverteiler?
    Die Messgenauigkeit von Heizkostenverteilern (Die Geräte unterliegen einer technischen Norm) unterscheidet sich kaum von deren von Wärmemengenzählern.
  2. Wie werden die Heizkörperfaktoren berechnet, welche Bedeutung hat das Aufmaß (genaue Identifizierung der Heizkörper)?
    Für die Bemessung der Wärmeabgabe der Heizkörper ist deren Normwärmeleistung aus-schlaggebend. Jeder Heizkörper wird genau identifiziert. Die Daten werden vor der Installation des Heizkostenverteilers für jeden Heizkörper ermittelt.
  3. Wo genau muss der Heizkostenverteiler eingebaut werden?
    Der Heizkostenverteiler wird in Längsrichtung in der Mitte, in vertikaler Richtung auf 2/3 bis ¾ der Höhe des Heizkörpers installiert.
  4. Müssen alle Heizkörper mit Heizkostenverteilern bzw. Thermostatventilen ausgerüstet werden?
    Jeder Heizkörper muss mit einem Heizkostenverteiler sowie mit einem Thermostatventil ausgerüstet werden, auch Heizkörper welche Gemeinschaftsflächen versorgen wie im Stiegenhaus.
  5. Können die Geräte manipuliert werden?
    Die gängigen Geräte werden nach der Montage versiegelt und sind gegen Manipulationen geschützt.
  6. Wie groß ist die gesundheitliche Belastung der Datenübertragung über Funk. Wann werden die Daten der Heizkostenverteiler ausgelesen und wie lange dauert die Auslesung (Funkverbindung)?
    Untersuchungen unabhängiger Prüfinstitute haben ergeben, dass die Strahlungsbelastung von Funk-Heizkostenverteilern weit unter den vorgeschriebenen Grenzwerten für elektromagnetische Felder liegt.

Fragen und Antworten zur Abrechnung:

  1. Sind Wohnungsinhaber- oder Mieter im Erdgeschoss und im letzten Stock benachteiligt, gibt es einen Lageausgleich?
    Aufgrund einer schlechteren Lage bzw. aufgrund der erhöhten Wärmeverluste wird die Heizkostenabrechnung höher ausfallen, auch deshalb, weil es nicht mehr erlaubt ist, einen Lageausgleich(Korrekturfaktoren) anzuwenden. Es muss nach dem individuellen tatsächlichen Verbrauch der einzelnen Liegenschaften abgerechnet werden.
  2. Wie hoch sollen die Fixkosten bei einer Heizkostenabrechnung angesetzt werden?
    Der Anteil, welcher fix verrechnet wird (nicht von der Wärmeabgabe der Heizkörper verursachte Kosten) ist nicht vom Benutzer der Wohnungseinheiten beeinflussbar und je nach Zustand der Verteilung (Länge sowie Wärmeverlust der Anbindungsleitungen unterschiedlich. Es gibt mehrere Methoden, diesen Anteil zu bestimmen, er kann zwischen 20 und 50 Prozent der Kosten betragen.
  3. Wie kann das Ergebnis der Ablesung an den Geräten kontrolliert werden?
    Der Besitzer oder Mieter einer Wohneinheit kann auf den Heizkostenverteilern die gemessenen Werte selbst ablesen. Die Geräte zeigen den laufenden Wert als auch den Wert des letzten Jahres bis zum Stichtag der jährlichen Ablesung an.
  4. Wann amortisiert sich die Investition in Heizkostenverteiler und Thermostatventile?
    Bereits verwirklichte Installationen haben zu nachweisbaren durchschnittlichen Einsparungen von ca. 15 Prozent geführt. Dieses Ergebnis wird in der Regel erst dann erreicht, wenn sich die Bewohner der Wohnungseinheiten aktiv am Energiesparen beteiligen (vernünftige Einstellung der jeweiligen Raumtemperatur, Absenkung auf Minimaltemperatur bei Nichtanwesenheit, richtiges Stoßlüften der Räume anstelle von Dauerlüften usw.).

(Letzte Aktualisierung: 13.06.2016)